New York Cheesecake – Neu im cremigen Wettkampf

[Werbung – unbezahlte Markennennung]

Long time no see, nicht wahr? Jep, das stimmt leider. Ihr wisst ja selbst, wie das Leben so spielt und dieses Jahr ist eigentlich für jeden weltweit einfach anders. Alle sind plötzlich im Homeoffice, die Freizeitgestaltung muss neu überdacht werden, Hochzeiten und Geburtstage werden online via Videokonferenz gefeiert und so normale Dinge wie eine Umarmung mit Freunden, die man irgendwo unterwegs sieht, sind plötzlich tabu. Die Auswirkungen der Pandemie, die unser aller Leben verändert hat, und der Umzug in unser Haus, das bis vor kurzem noch keine Küche hatte, sind unter anderem Gründe dafür, warum es hier auf dem Blog eine Pause gab und ihr euch mit den bereits veröffentlichten Beiträgen hoffentlich gut über Wasser halten konntet.

Aber auch wenn sich so vieles geändert hat und dieses Jahr definitiv in die Geschichte eingeht als das merkwürdigste Jahr aller Zeiten, sind manche Dinge eben doch noch so geblieben wir zuvor – meine Vorfreude auf Weihnachten ist definitiv nicht verflogen und ich plane jetzt schon systematisch meine Keksproduktion für die Päckchen, die bei mir mit einem lieben Lächeln bestellt wurden 🙂 Und wisst ihr, was definitiv ebenfalls so ist wie vor der Pandemie? Meine Liebe für Kuchen und meine eigentlich fast schon eine Passion für Cheesecake 😀

NY Cheesecake im Test

Aufgrund des Tipps meines ehemaligen Kollegen und Kinderbuch-Autoren Kai Heinecke – an dieser Stelle vielen Dank, lieber Kai! – habe ich spontan den Geburtstagskuchen für meinen Mann in einen neuen NY Cheesecake umgeplant, den ich noch nicht kannte. Wir ihr sicher in meinen letzten Beiträgen zum Manhattan Cheesecake und American Cheesecake gelesen habt, suche ich noch immer DEN Cheesecake, der einfach alle anderen schlägt und Starbucks & Co. einfach links liegen lässt. Laut Kai ist das bei diesem Rezept so – dieser Behauptung musste ich natürlich total selbstlos nachgehen!

Die Zutaten: Ein neuer Kandidat im Rennen

Nachdem wir nun festgestellt haben, wie selbstlos ich hier einen Cheesecake nach dem anderen ausprobiere 😀 , um euch The One And Only Cheesecake bieten zu können, können wir nun endlich ans Werk gehen. Dazu musste ich ehrlich gesagt erst einmal meine Vorratskammer sondieren, da ich keine Ahnung hatte, was für Vorräte wo zu finden sind. Ja, die Küche ist nun da und eingeräumt, aber die Vorräte, die waren noch so eine Sache, die ich aufgeschoben habe. Aber es nützt alles nix – da müssen wir durch. Nachdem ich dann endlich überblickt habe, was da war und ich – ganz Sherlock Holmes – meine Einkaufsliste erstellt und abgearbeitet habe, konnte es dann auch endlich losgehen mit dem ersten Backversuch in der neuen Küche 🙂

Ich muss mich zwar erst noch ein wenig eingrooven, aber das kommt ja mit der Praxis, nicht wahr? Nach einem holprigen Start, bei dem ich bestimmt 10x die falsche Schublade geöffnet habe, steht alles bereit für den Einsatz. Die Zutaten für den „unglaublich cremigen“ NY Cheese Cake (laut Chefkoch-Nutzer_in demma… und Kai) sind wie folgt:

Boden:
200 g Butterkekse (bei mir immer Vollkorn)
100 g Butter
Belag:
200 g Zucker 
3 EL Speisestärke 
600 g Frischkäse 
200 g Magerquark 
150 g Sahne 
2 EL Zitronensaft
1 Ei
Guss:
250 g Schmand 
2 EL Zucker 
1 Pck. Vanillezucker 
1 TL Zitronensaft

Ja, ihr seht richtig: es gibt drei Teile bei dem Kuchen xD Normalerweise gibt es Boden und Belag, aber hier gibt es sogar noch einen Guss aus Schmand – ich bin gespannt! Bisher habe ich noch nie (also nicht, dass ich mich dran erinnern kann) mit einem Schmand-Guss gearbeitet und kenne diese Variante tatsächlich nur von meiner Mutter und Oma, die ihren Käsekuchen meist mit Schmanddecke gebacken haben. Da war es immer sehr lecker, wenn auch meiner Meinung nach nicht ausschlaggebend für einen leckeren Kuchen. Hat dem Kuchen damals aber nicht geschadet, also wollen wir dem Guss mal eine Chance geben.

Die Zubereitung: Dann mal ran an den… äh… Kuchen 😉

Das Rezept ist von der Handhabung sehr leicht und kann von tollpatschigen Menschen wie mir, oder eben auch Backanfängern sehr gut ausprobiert werden. Es sind keine abgefahrenen Zutaten notwendig und zaubern muss man hier auch nicht können. An dieser Stelle möchte ich bereits frühzeitig auf die fett markierten Tipps verweisen, damit ihr nicht in dieselben Fettnäpfchen tretet – also bevor ihr mit dem Backen startet, bitte beachten.

Als allererstes geht es an den Boden – wer hätte es gedacht. Dazu darf man den Stress dieses Mal nicht mit einem Woooza in die Wüste reiben, sondern an den Keksen auslassen. Die haben uns zwar nichts getan, müssen aber nun einmal zerkleinert werden – sorry, liebe Kekse. Also ab mit den Keksen in eine verschließbare Tüte und eine Teigrolle zur Hand nehmen – da mein Mann heute für das Grobmotorische eingespannt wird, darf er die Kekse in der Tüte verprügeln. Währenddessen lasse ich die Butter in einem kleinen Topf zergehen – man kann dazu natürlich auch die Mikrowelle nutzen. Ist die Butter flüssig, gebe ich sie mit den Kekskrümeln zusammen in eine Schüssel, vermische alles gut miteinander und drücke es dann als flachen Boden in die Springform. Dann ab damit in den vorgeheizten Backofen (180 Grad Umluft) und für ca. 8-10 backen. Danach an die Seite stellen. Soweit, so gut.

Und nun geht der Rest recht schnell: Zuerst werden Frischkäse, Magerquark, Zucker und Stärke cremig gerührt. An dieser Stelle hier Tipp Nr. 1: Im ursprünglichen Rezept kommen nun die restlichen Zutaten Sahne, Zitronensaft und das Ei hinzu – dies soll langsam untergerührt werden und zwar nicht mit dem Rührgerät/ Mixer! Tja, dieser Hinweis kam bei mir leider zu spät 😀 Was soll ich sagen, ich bin ein ungeduldiger Mensch und habe eben direkt die restlichen Zutaten sozusagen beim Lesen direkt in die Kitchen Aid geworfen – Shit happens. Spoiler an dieser Stelle: hat dem Kuchen nicht geschadet 😉

Nun ja, wie auch immer ihr es macht – ob schnell oder langsam und zärtlich – der Rest muss rein und ebenfalls untergerührt werden. Danach kommt die Masse dann auf den vorgebackenen Boden und wird so wieder für 45 Minuten dem Ofen und seiner Hitze überlassen. Ist der Rand bräunlich, darf er jedoch raus. Während dieser Zeit kann dann noch der Guss angerührt werden – das macht sich ja schließlich nicht von allein. Dafür werden Schwand, Zucker, Vanille-Zu und Zitronensaft miteinander vermischt – da ich vorher rabiat war, wurde auch hier die Küchenmaschine behelligt.

Der fertige Guss wird nun vorsichtig auf dem gebackenen Kuchen verstrichen und anschließend für weitere 5 Minuten gebacken. Nun kommt auch schon Tipp Nr. 2: Im Rezept steht nun erst – meiner Meinung nach leider zu spät – dass der Kuchen am besten über Nacht auskühlen lassen muss. Das ist für manche ungeduldige Menschen, wie ich es einer bin, vielleicht schon zu spät… Dank dem lieben Kai wusste ich das jedoch schon vorher und konnte mich danach richten 🙂 Also mehr ist dann auch nicht zu tun – der Kuchen ist fertig und darf nun abkühlen!

Das Fazit: NY Cheesecake vs. Titelverteidiger Manhattan Cheesecake

Auf dem Blog hatte ich euch ja bereits den American Cheesecake und den bisherigen Titelverteidiger aus 2019, den Manhattan Cheesecake, vorgestellt und – natürlich rein subjektiv – bewertet. Letztgenannten geht es nun vom 1. Platz zu stoßen und somit den Titel „Bester Cheesecake“ zu ergattern.

Da ich aufgrund der aktuellen Situation nicht an meine offiziellen Tester, nämlich meine Kolleginnen, herangekommen bin, habe ich auf die Ausweichtester zurückgegriffen, die bei einem späteren Zweitversuch den Manhattan Cheesecake mitgegessen haben. Die Jury bestand also zum einen aus dem Mann, der ja Geburtstag hatte und somit natürlich der erste Tester war. Auch meine Eltern bekamen 1/4 Kuchen frei Haus geliefert, da sie beide aufgrund von COVID-19 in Quarantäne waren auch meine Mutter einen Tag nach dem Mann Geburtstag hatte – Balkonpost macht es möglich 🙂 Wir vier hatten in 2019 also ebenfalls den Titelverteidiger getestet und können diesem Kandidaten leider einstimmig lediglich den 2. Platz anbieten.

Der Manhattan Cheesecake und der hier getestete NY Cheesecake weisen zwar einige Parallelen hinsichtlich ihrer Zutaten auf, jedoch hat mich die „Cremigkeit“ und auch der zusätzliche Guss nicht wirklich umgehauen. Abgesehen von diesem kleinen Abzug in der B-Note ist dieser Kandidat sehr lecker und intensiv vom Geschmack, ist ohne das ganze Gefummel mit der Gelatine sehr leicht zuzubereiten und benötigt – bis auf’s Einkaufen – keine große Vorbereitung oder spezielle Zutaten. Deswegen schafft er es auch auf Platz 2 vor den American Cheesecake, der nun auf Platz 3 gerutscht ist.

Also, wie ihr hier bestimmt merkt, ist das hier Meckern auf hohem Niveau. Alle drei Kuchen im Rennen um den besten Cheesecake können sich locker auf jeder Feier – die wir hoffentlich im kommenden Jahr wieder genießen können – sehen lassen und machen problemlos jeden schnöden „Käsekuchen“ nass. Und da ist der NY Cheesecake definitiv vorne mit dabei, da er locker mit dem Cheesecake vom Bäcker mithalten kann.

Versucht euch gerne mal selbst dran und lasst mich wissen, ob er eurer Meinung nach dem Cheesecake bei Starbucks & Co. Konkurrenz machen kann 🙂

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