Blitzschneller Streuselkuchen – ein krümeliges Comeback

Es ist nun schon eine Ewigkeit her, seit ich das letzte Mal so richtig gebacken habe. Wow, ganze zwei Monate, um es genau zu nehmen – das ist schon echt lange. Ich würde gerne behaupten, dass es so lange ruhig war, weil ich eine Fernreise oder ähnliches gemacht habe. Tatsächlich haben mich ein Mix aus „New Kitchen – New System“ und „Masterarbeit sucks“ wirklich vom geliebten bloggen abgehalten. Schlimm, oder?! Das finde ich auch – nahezu grauenhaft…

Um meine neuen Küche einzuweihen, habe ich tatsächlich schon viel gekocht. Warum es keinen Blogpost dazu gab? Ich musste mich tatsächlich erst einmal mit dem neuen „Revier“ eingrooven. Also erst einmal die Klassiker wie Lasagne, Käse-Lauch-Suppe mit Hackfleisch und Chili con carne, um sich miteinander anzufreunden. Also leider nichts spannendes, dass ich nach Fail-Manier mit euch teilen konnte.

Warum also heute? Nun ja, das ist recht simpel: es ist Sonntag, es ist saukalt draußen, ich habe den halben Tag an der Masterarbeit gesessen und möchte eine kleine Ablenkung, um die Gedanken zu sortieren. Rausgehen? Näääh, dafür ist es doch zu kalt. Sport? Näääh, same here. Also bleibt ja nur etwas für das leibliche Wohl zu tun 😛 Genau, dann backe ich doch endlich mal wieder.

Sneak Peak – es wird krümelig

Kein Kuchen ist auch keine Lösung!

Richtig! Nur, weil ich heute kein Sport machen, heißt das ja noch lange nicht, dass ich keinen Kuchen essen darf – schließlich ist kein Kuchen auch keine Lösung, hab‘ ich mal gelesen 😀 Eine Frage stellte sich da jedoch: was für einen Kuchen backe ich so auf einen Sonntag, für den ich alles zuhause habe? Ich kann ja schlecht eben zum Supermarkt radeln und einkaufen gehen. Das grenzt die Auswahl natürlich ein, da ich nicht immer Quark, alle möglichen Früchte oder sonstige frische Zutaten auf Vorrat im Haus habe.

Da kam mir spontan eine sehr gute Freundin in den Sinn, mit der ich mich kürzlich getroffen habe. Sie hatte dem Mann und mir wenige Tage später einen Kuchen aufgetischt, als wir auf einen Kaffee bei ihr waren. Das Rezept ist ursprünglich von ihrer Patentante und wäre das perfekte Sonntagsrezept, weil es schnell ginge und nicht viele Zutaten benötige, sagte sie. Perfekt für meine Ich-hab-Kuchen-Heißhunger-am-Sonntag-Situation, dachte ich mir 🙂

Sybilles Blitzkuchen heißt das besagte Rezept. Schnell & einfach zubereitet, mit wenigen Zutaten und auf Basis eines einfachen Streuselkuchens. Das Verhältnis ist 3:2:1 von Mehl, Butter und Zucker – da kann man sofort loslegen, nicht wahr? Nein, noch nicht ganz, dachte ich mir bei unserem Gespräch bei Kaffee & diesem leckeren Kuchen. Also folgte dieses Beispiel: Du nimmst 300 g Mehl, 200 g Butter und 100 g Zucker – so einfach kann es gehen. Denkste! Typisch ich lief natürlich nicht alles glatt, aber sonst wäre es ja auch langweilig, oder?

Hier schon einmal ein noch warmer Vorgeschmack

Übung mach den Meister, doppelt hält besser usw.

Na ja, irgendwie muss ich die Stimmung ja hochhalten und optimistisch die Situation sehen. Ich hatte so aus der Hüfte heraus ihr Beispiel bei den Mengenangaben genommen. Gute Idee? Nein, leider nicht so ganz. Ich hatte ein Brater-Blech genommen, also ein etwas kleineres Ofenblech mit etwas höherem Rand.

Hoch motiviert habe ich mich an den Teig gemacht und zu meinem Entsetzen ziemlich schnell festgestellt, dass das ganz schön wenig Teig in der Schüssel war. Na ja, auch geknetet und im Bräter plattgedrückt war definitiv zu wenig übrig für den Boden UND die Streusel. Und, seien wir mal ehrlich, ohne genügend Streusel ist so ein Kuchen doch wirklich blöd. Also noch mal ran an die Maschine und eine zweite Ladung herzaubern. So einfach war das leider nicht, weil so ein Stück Butter nach 250 g üblicherweise leer ist. Mit den restlichen 50 g brauchte ich also gar nicht erst anfangen… Es hieß also – mal wieder – improvisieren 😀 Ihr glaubt es nicht, aber ich habe wirklich alles Butter-ähnliche zusammengekratzt: Margarine, Frühstücksaufstrich wie Kaergarden & Co. – es hat wirklich gerade so gereicht.

Nachdem die zweite Ladung fertig war, konnte ich dann auch etwas entspannter weiterwerkeln. Also wurde die erste Ladung als Boden in die Form gedrückt, dann Erdbeermarmelade drauf (nicht damit sparen) und anschließend die zweite Ladung als Streusel oben drauf – Voilà! ❤

Das Ende vom Lied

Trotz der anfänglichen Fehlkalkulation hat das Rezept gehalten, was die Freundin versprochen hat. Es war wirklich easy, schnell zubereitet (wenn man denn die richtige Menge nimmt) und wirklich lecker.

Wer also auf einen Sonntag mit wenigen Zutaten einen schnellen Kuchen für spontanen Besuch zaubern möchte, ist mit diesem Klassiker definitiv großartig beraten.

An dieser Stelle einen großen Dank und Liebe Grüße an meine Freundin und ihre Patentante Sybille für diesen tollen Sonntagsretter! 🙂

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