Welcome to Manhattan – der beste Cheesecake 2019

Nun bin ich wieder an dem Punkt – und ich muss anmerken, dass ich es dieses Mal lange ohne ausgehalten habe – an dem ich dem Appetit auf Cheesecake einfach nachgeben muss. Der Anlass gibt es her, um an dieser Stelle schon einmal frühzeitig meine Ausrede zu platzieren. Und das mit Absicht, ehe ihr nämlich denkt „ja ja, erzähl‘ du mal, du kleine Fressraupe“. Die Ausrede: ich bin umgezogen und verabschiede mich selbst ins Homeoffice – da kann ich meine Kolleginnen doch nicht so ganz ohne eine kleine Nettigkeit zurücklassen, richtig? Richtig!

Hah, damit habt ihr nicht gerechnet, dass die Ausrede auch noch irgendwie sinnvoll ist. Tja, so ist es aber nun einmal: ich möchte lieben Menschen etwas Gutes tun UND bekomme dafür auch selbst noch eine Belohnung – den Cheesecake nämlich 🙂

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Und nein, ich möchte die beiläufige Info mit meinem Umzug nicht einfach so stehen lassen. Einer der Gründe, weswegen der leckere Content hier etwas dünn geworden ist, ist mein Umzug nach Oldenburg. Nicht nur, dass dieser Zeit und Nerven beansprucht hat, sondern auch, dass ich aktuell noch keine Küche habe. What?! Genau, keine Küche – ihr habt richtig gelesen! Ihr könnt euch vorstellen, dass ich hier also ständig DIY-Hummeln im Hintern und ein Grummeln in der Appetit-Magen-Gegend habe. Ich muss also bis Anfang Oktober irgendwie die Füße stillhalten und gefühlte 3.000 Listen mit Ideen und Rezepten führen, damit ich dann auch gebührend mit der neuen Küche starten kann. Ein Glück, dass ich in den letzten Tagen in meiner alten Wohnung noch die Chance genutzt und diesen super leckeren Manhattan Cheesecake gebacken habe, den ich nun als kleine Überbrückung mit euch, und natürlich mit meinen Kolleginnen, teilen möchte.

Eine Ewige Liebe – Der Cheesecake & Ich

Was soll ich da noch groß erklären, ihr wisst es ja schon längst: I love Cheesecake ❤ Das ist ja nun auch kein Geheimnis, von daher reicht meine Ausrede von oben ja allemal. Ich sollte mir als nächstes Geschenk an mich selbst eine Küchenschürze oder Ofenhandschuhe mit dem Spruch „I ❤️ Cheesecake“ holen. Das ist doch mal ein tolles Küchen-Einweihungsgeschenk an mich selbst 🙂 Ich werde euch natürlich ein Foto davon posten, wenn es soweit ist – so machen wir das.

Nun aber zurück zum Thema: dem Cheesecake. Ich war also Feuer & Flamme und konnte mich bei der Auswahl der vielen Rezepte einfach nicht entscheiden. Soll es ein Käsekuchen, ein New York Cheesecake, oder etwas ganz anderes sein? Ich wusste es einfach nicht – die schiere Menge an „Das beste Rezept…“ machte mich völlig gaga.

Nachdem sich die Reizüberflutung etwas gelegt hatte, habe ich geschaut, was ich bisher noch nicht gemacht hatte. Die liebe Claudi hatte ja vor geraumer Zeit einen Käsekuchen gebacken und eine Weile später hatte ich mich an einem American Cheesecake versucht, der eher nach einem New York Cheesecake kam. Beides super lecker, aber eben schon mal ausprobiert. Als ich das Rezept des American bzw. NY Cheesecakes anschaute und den ganzen Firlefanz mit der Gelatine gesehen hatte, wurde meine Motivation ja schon etwas müde… schon wieder das mit dem einweichen, aufkochen usw.?

Da fiel mir ein, dass ich damals bei Kitchen Stories ein weiteres Rezept gesehen hatte und ich mich da auch nur schwer entscheiden konnte. Nach einer kurzen Recherche im Smartphone hatte ich es dann auch schon gefunden: der Manhattan Cheesecake. Da war er also, von mir bisher noch nicht getestet und gekostet. Das kann ich doch nicht einfach so stehen lassen, denn wie soll ich sonst den weltbesten Cheesecake finden?

Also ab mit den Zutaten auf die Einkaufsliste und schwupp in den Supermarkt meines Vertrauens. Die Basis dieses Rezeptes besteht aus sauerer Sahne und Frischkäse, was mich total neugierig gemacht hat. Ich backe so gut wie nie mit saurer Sahne und nutze sie meist für Dips oder als i-Tüpfelchen beim Chili con Carne. Aber beim Kuchen? Na ja gut, meinetwegen – was soll schon passieren?

Kaltstellen, ausbacken, kaltstellen – häh?!

Die Hauptzutaten des hoffentlich leckeren Kuchens sind saure Sahne, Frischkäse, Butter, Eier, Zucker, Vollkornkekse, Vanillemark sowie Abrieb von Zitrone & Orange (genaue Mengenangaben im KS-Rezept). Der Einkauf dieser Zutaten war jedoch nicht so unproblematisch wie gedacht…

1. Es wurde gerade neue Ware für das Kühlregal geliefert und wie ihr nun sicherlich ahnt, brauchte ich den Naturfrischkäse – bloß nicht den mit Kräutern! – und die saure Sahne. An die saure Sahne kam ich schnell ran, aber für den Frischkäse durfte einer der Mitarbeiter in der alleruntersten Kiste für mich kramen. Falls du das liest, lieber Herr Mitarbeiter, vielen Dank noch einmal.

2. Das Vanillemark war wohl am Tag meines Einkaufs im Angebot und daher nun restlos vergriffen. Klasse. An dieser Stelle möchte ich dem Karma herzlich danken. Nun ja, Not macht erfinderisch, also habe ich Vanillearoma genommen – das wird’s ja auch irgendwie bringen.

3. Die Vollkornkekse gab ich nur in einer Packungsgröße, die exakt für den Keksboden ausreichte – also kein Naschen, damn it! Da mein letzter Versuch, einen Keksboden zu fabrizieren, wie man ihn vom Konditor kennt, war ja eher so semi. Falls ihr euch nur wage erinnert, hier in fünf Worten: Was für eine instabile Sauerei. Ich hatte also vollsten Respekt vor dem zweiten Versuch und war daher sehr daran interessiert, dass auch bloß jeder Keks seinen Weg in die Springform findet.

Zuhause angekommen wurden dann auch prompt die Kekse verprügelt, damit ich nicht in Versuchung komme. Da ich einen Großteil meiner Küchengeräte bereits umzugsfertig gemacht hatte, blieb mit nichts anderes übrig, als sie zu zerstößeln. Ein anstrengendes Unterfangen, aber was tut man nicht alles für einen leckeren Kuchen. Nach einer weiteren kleinen Sauerei mit dem Abrieb von Zitrone & Orange – Memo an mich selbst: hole die endlich eine neue Reibe! – war der Boden dann auch irgendwann fertig und zu meiner großen Erleichterung nicht so matschig-flüssig wie beim letzten Mal. Einziger Fehler an der Stelle: ich hatte im Eifer des Gefechts den kompletten Abrieb der Zitrone hineingeworfen. Tja, lesen sollte gelernt sein.

Danach lief der Rest des Rezeptes jedoch problemlos und der Kuchen wurde immer mehr zu einem Cheesecake. Dieses ganze hin und her mit dem „Kaltstellen hier, backen da, dann wieder kaltstellen“ hat mich zwar ein bisschen wuselig gemacht, aber ich glaub, das hat dennoch soweit gepasst. Nach dem Auskühlen und der Nacht im Kühlschrank kamen dann sogar noch Heidelbeeren, die im Angebot waren, als Dekoration oben drauf, et voilà!

Da ich natürlich noch nicht probiert hatte und den Kuchen unangeschnitten mit ins Büro genommen hatte, war ich mir echt nicht sicher, ob der Boden etwas geworden ist und ob der ganze Cheesecake mit saurer Sahne überhaupt schmeckt. Außerdem drängt sich hier natürlich auch die Frage auf, ob das nun der weltbeste Cheesecake ist, oder nicht?

Spieglein, Spieglein an der Wand – Wer ist der leckerste Cheesecake im Land?

Zu meiner Erleichterung kam der Manhattan Cheesecake bei allen sehr gut an und es gab kein Gemecker. Ich war happy, dass der Boden einem Konditor-Keksboden nahe kommt und nicht so instabil ist, wie beim letzten Mal. Auch die Cheesecake-Masse war cremig, total lecker und meiner Meinung nach sogar noch etwas leckerer als der American Cheesecake. Das finde ich außerdem auch unter dem Aspekt der Faulheit klasse, da ich im Nachhinein sagen muss, dass ich das mit der Gelatine etwas anstrengend fand. Klar, es ist machbar und kein Hexenwerk, aber so wie bei diesem Rezept viel einfacher und entspannter.

Aber auch bei diesem Rezept möchte ich die Warnung der Suchtgefahr ansprechen. Mit hat er nämlich richtig gut geschmeckt, sodass ein zweites Stück einfach unumgänglich war. Zum Glück war ich damit nicht allein, sodass ich kein schlechtes Gewissen haben musste und der Kuchen bis auf den letzten Krümel verputzt wurde 🙈🙊

Bei mir steht dieser Cheesecake also nun ganz oben auf der Liste und nimmt somit vorerst Platz 1 ein! 🎊🥇

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