Engelsgleiche Hörnchen – Naschen ohne Butter & Zucker

Die Fastenzeit ist nun schon seit mehr als 1 1/2 Monaten geschafft und seither ist bei uns allen ja auch einiges passiert! Wie jedes Jahr versuche ich auch über das Fasten hinaus nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen – also weiterhin möglichst kein raffinierter Zucker und nicht allzu viele Süßigkeiten zu futtern. Wie habt ihr eure Ernährung seither gestaltet? Habt ihr danach wieder alte Gewohnheiten gewinnen lassen, oder habt ihr es knallhart durchgehalten?

Wenn ihr es weiter durchgezogen habt, dann bleibt mir nur zu sagen: Hut ab! Ich habe seitdem auf jeden Fall das eine oder andere Stück Kuchen gegessen und auch ein kühles Glas Weißwein blieb nicht aus. Ansonsten bin ich, was das Naschen angeht, bisher noch recht brav gewesen. Okay, kürzlich im Kino habe ich mir eine große Portion Popcorn gegönnt – was ist denn bitte auch Kino ohne Popcorn?! Genau, geht einfach gar nicht 😀 Darüber hinaus halte ich mich aber so gut es geht zurück. Solange es nicht wieder überhand nimmt – ich sage nur Weihnachten – kann ich das mit mir vereinbaren.

Not macht erfinderisch – ein Hoch auf gesundes Naschi!

Auf Süßes zu verzichten und sich gesund zu ernähren ist wirklich nicht immer einfach, bei so vielen leckeren Sachen, die im Supermarkt auf uns warten. Das fiese beim bewussten Verzicht in der Fastenzeit ist ja schlicht und einfach, dass die kleinen, gemeinen Gewohnheiten einen einfach nicht in Ruhe lassen. Neben diesen Nervensägen sorgt dann noch der Zuckerentzug für einen ordentlichen Appetit. Wenn das mal nicht gemein ist… 🙄 Aaaber: wir haben es uns ja ausgesucht und es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen geben würde. Die Nebenbei-Süßigkeiten auf der Arbeit wurden durch mehr Obst und Maiswaffeln ersetzt, was überraschend gut funktionierte.

Die ultimative Lösung war das jedoch nicht, da auch zuhause – und vor allem am Wochenende – die Versuchung lockt. Gut, dass Not erfinderisch macht, nicht wahr? Genau, denn so stößt man auf neue und dazu auch noch gesunde Rezepte, ohne auf alles verzichten zu müssen. Und so stand ich letztens schon wieder vor der Frage, was ich am Wochenende zu meinem Kaffee naschen könnte, was nicht sämtliche Anstrengungen der Fastenzeit ignoriert. Das ist gar nicht mal so einfach, da die richtig guten Sachen (also der „heiße Scheiß“ wie Kuchen, Cookies & Co.) eben ordentlich auf die Hüfte gehen können und mich postwendend in meinen alten Zuckerkonsum katapultieren.

Natürlich würde ich diesen Blogpost nicht schreiben, wenn ich nicht eine unschuldige, beinahe engelsgleiche Alternative gefunden hätte 😉 Darf ich vorstellen: Dinkel-Hörnchen, ganz ohne Zucker & Butter 👍🏽

Dinkel-Hörnchen mit selbstgemachter Marmelade ❤

Wie soll das denn gehen?!

Aber klar doch, Hörnchen ohne Zucker & Butter – echt jetzt? Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich das Rezept auf dem Blog Wie Wo Was Ist Gut gefunden habe. Ich liebe zwar Hörnchen, bspw. zum Frühstück, jedoch sind sie üblicherweise nicht gerade die fettarme bzw. zuckerarme Mahlzeit. Ich konnte also nicht anders und musste sie einfach ausprobieren – ganz selbstlos, sozusagen im Sinne der Wissenschaft, versteht sich 😜

Laut Rezept gibt es zwei Varianten: die Zubereitung im Zauberkessel (WTF?!) und die herkömmliche Zubereitung. Da ich meine Kitchen Aid nicht zu Zauberei zählen würde, gehen nehmen wir also die „normale“ Variante. Also die lauwarme Milch mit etwas Honig (eigentlich Rohrzucker, aber wir wollen ja keinen raffinierten Zucker nutzen) und der Hefe in der Schüssel verrühren. Anschließend die restlichen Zutaten dazugeben und fertig. Easy, habe ich mir gesagt – kann ja nicht viel schiefgehen, bei so einem leichten Rezept, oder?

Bei all der Vorfreude auf das Ergebnis, habe ich jedoch glatt den griechischen Joghurt vergessen, der einsam und noch verpackt neben der Schüssel stand. Der Teig in der Schüssel war nun schon zu einer Masse verknetet, sodass der Joghurt nicht mehr so einfach hinzugegeben werden konnte. Na ja, ein Versuch war es dennoch wert… Resultat: der Teigklumpen wurde vom Knethaken in der Schüssel durch den Joghurt gezogen und schön verteilt, sodass am Ende die gesamte Schüssel mit Joghurt eingerieben war. Damn it 😄 Typisch ich, ehrlich! Der Mann hat sich mal wieder köstlich amüsiert und ich habe nun händisch versucht, die Sache zu retten. Das klappte eher schlecht als recht, aber immerhin war es später mehr oder weniger eine Masse (mit leichten Klümpchen). Also Schüssel abdecken und an die Seite stellen, damit die Hefe gehen kann.

Nach einer Stunde Gehzeit – in der ich die Sauerei wegmachen durfte – konnte endlich weitergearbeitet werden. Dazu musste der Teig, der zum Glück trotzdem aufgegangen war, ausgerollt und wie eine Pizza in 8 Stücke geteilt werden. Die Dreiecke werden dann nur noch von der langen Seite hin zur Spitze eingerollt und in einem leichten Bogen auf ein Backblech gelegt, wo sie weitere 15 Minuten ruhen sollen. Nun nur noch die Milch-Eigelb-Mischung drauf pinseln und schnell ab in den Ofen, ehe hier noch etwas schiefgeht 🙈 Nach ca. 15 Minuten bei 180 Grad Umluft dürfen die Hörnchen raus, wenn sie goldbraun sind.

Da ich nun wirklich neugierig war, ob der Teig trotz dem Joghurt-Durcheinander in Ordnung ist, und ich ehrlich gesagt gerne warmes Gebäck esse, habe ich mir gleich das Glas selbstgemachte Himbeermarmelade aus dem Kühlschrank geschnappt und musste einfach direkt probieren. Und was soll ich sagen… sie sind wirklich gut! Der Mann und ich haben uns direkt ein – oder vielleicht auch zwei, oder drei – Hörnchen genehmigt und dazu den handgebrühten Kaffee genossen.

Also trotz dessen, dass Butter & Zucker fehlen, sind die Hörnchen wirklich lecker und vor allem eine tolle Alternative zu den fertigen Teilen aus dem Kühlregal 😍

Das braucht ihr für die DIY-Dinkel-Hörnchen:

  • 200 ml Milch
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 TL Honig (statt Rohrzucker)
  • 430 g Dinkelmehl Typ 630 (Hälfte Weizenmehl auch möglich)
  • 100 Gramm griechischen Joghurt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise gemahlene Vanille & Zimt
  • 1 Eiweiß
  • Zum anschließenden Bestreichen: 1 Eigelb + 1 EL Milch

Also probiert’s aus und lasst mich wissen, wie es bei euch – bitte direkt mit dem Joghurt im Teig – funktioniert hat 😊👍🏽

von Juliane
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