Fastenzeit Incoming: Ein Guide für’s Überleben

Willkommen in 2019 auch von unserer Blog-Redaktion 🎊 Ja, ich weiß, der Jahreswechsel ist nun schon zweieinhalb Monate her, aber nach unserer kleinen Blogger-Pause darf man das doch wenigstens noch kurz erwähnen. Der Jahresbeginn hat viel Trubel mit sich gebracht, aber da erzähle ich euch ja nichts neues, richtig? Wer kennt das nicht: eine Prüfungsphase hier, die Jahresendabrechnung da, also einfach das typische Jahreswechsel-Chaos. Wir sind davon natürlich nicht verschont geblieben, daher mussten wir euch leider etwas zappeln lassen.

Als wäre das nicht schon genug, rutschen wir prompt in die Fastenzeit rein! Unser Ernst, echt jetzt? Ja, leider schon. Nun ist die Fastenzeit schon längst nicht mehr nur Sache des Glaubens, sondern mittlerweile ein gesellschaftliches Phänomen für Verzicht und bewusste Ernährung. Wie in jedem Jahr beginnt sie mit dem Aschermittwoch und endet mit Ostern – in 2019 also am 18. April 🗓 So schwierig das Brechen von Gewohnheiten und der Verzicht auch sind, so gut fühlt man sich, wenn man einmal bewusst auf die Ernährung achtet. Dabei kann die Fastenzeit bei jedem anders aussehen: bei vielen steht der Verzicht auf Alkohol oder Süßigkeiten auf dem Plan. Zunehmend wird auch der Verzicht auf Fleisch, oder sogar das Smartphone und Fernsehen ausprobiert.

Bei uns heißt es dieses Mal kein Alkohol, keine Süßigkeiten/ Knabberkram und dieses Mal auch kein Fleisch – ein Selbstversuch. Wie in jedem Jahr, ist das zwar eine echte Herausforderung, aber irgendwie auch gut. Es wäre aber ja gelacht, wenn wir das nicht packen, oder? Alkohol ist bei mir gar kein Problem, da ich wirklich wenig Alkohol trinke. Während der Verzicht auf Fleisch für mich nur eine Sache der Umstellung ist, ist es für den Mann ein echter Kampf. Meine Schwachstelle sind ganz klar – wer hätte es auch anders gedacht – die Süßigkeiten! Kein Kuchen zum Kaffee, keine Chips & Schokolade am Abend, keine Marmelade zum Frühstück 🙈 Hilfe 😩 Wir haben es auch soweit getrieben, dass wir generell versuchen, raffinierten Zucker zu vermeiden. Was genau heißt das? Na ja, genau genommen, dass ich alles selbst machen muss, da mittlerweile überall Zucker drin ist… 🙄

Hat das Leben da überhaupt noch Sinn?

Um euch zu beruhigen und die verwirrten Blicke aus euren Gesichtern zu vertreiben: ja, das hat es! Klar, ich hab‘ leicht reden, es ist ja auch erst eine Woche rum 😬 Wobei ich da auch sagen muss, dass schon eine Woche rum ist, denn die erste ist aufgrund der fiesen, hinterlistigen Gewohnheiten die schwierigste. In meinem Fall heißt das also, von dem Zuckerpegel runterkommen (Zucker macht süchtig, also ein kalter Entzug), den ich mir durch Weihnachten und die Prüfungen fleißig antrainiert hatte. Das Ignorieren des mit Schlümpfen gefüllten Glases auf der Arbeit fiel mir überraschenderweise recht leicht, muss ich sagen. Fies war zwar das Ausbleiben meiner geliebten Yogurette nach dem Mittag, aber vor allem der Verzicht auf Marmelade zum Frühstück am Wochenende war hart. Ich bin ein echter Marmeladen-Junkie: für jede Brötchenhälfte eine andere Fruchtsorte, das ist total mein Ding. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich am Sonntag schmollend in der Küche stand und nach etwas Essbarem gesucht habe 😧

Aber ich habe es überlebt und möchte euch da auch nicht allein mit eurem Schicksal lassen. Deswegen habe ich hier eine kleine Sammlung an „erlaubten“ Rezepten und Tipps zusammengestellt, die mir geholfen hat, meine Ernährung im Alltag umzustellen. Wenn ihr also auf raffinierten Zucker und Fleisch verzichtet, scrollt euch gern unten durch 🤗

Snacks für Zwischendurch

Das schwierige beim Fasten während der Arbeit – und vor allem bei einem Bürojob – ist das Snacken zwischendurch. Bevor man da alle Übergangshandlungen komplett abstellen und auf die Mittagspause warten kann, müssen Ersatz-Snacks her. Hier meine Tipps:

Schnell und leicht selbstgemacht sind zuckerfreie Haferflockenkekse oder Kinder-Kekse ohne Zucker. Ja, Kinder-Kekse, na und! 😜 Mein erster Anlaufpunkt für solche zuckerfreien Snacks ist häufig der Blog Backen macht glücklich. Dort findet ihr neben vielen tollen Rezepten ohne Zucker auch Low Carb und vegane Rezepte. An dieser Stelle kann ich auch unseren Beitrag zum Apfel-Möhren-Kuchen empfehlen.

Lecker und gesund für zwischendurch sind auch die beliebten Energy Balls, die im Trend um Healthy Food so gut wie immer vertreten sind. Einfach zubereitet und sehr gut nach eigenen Wünschen zu variieren sind diese kleinen Happen ein Traum in der Fastenzeit. So können sie zum Frühstück gegessen werden, oder aber auf jeden Fall nach dem Sport. Der Energieschub dieser kleinen Kugeln tut danach richtig gut und füllt die Reserven des Körpers wieder auf. Der Blog Eat This bietet neben diesem tollen Tipp auch weitere gesunde und ausgefallene Rezepte – ein Blick lohnt sich.

Für den kleinen Hunger vor der Mittagspause hat mich Anfang der Woche der Mango Chia Pudding von Kitchen Stories gerettet. Diese kleine Mahlzeit macht mich nicht zu satt und hält mich bis zum Mittagessen über Wasser. Dabei kann je nach Topping die Basis anpassen: beim Mango-Topping schmeckt natürlich Kokosmilch sehr gut, wohingegen bei roten Früchten Hafer- oder Sojamilch super passt. Natürlich kann man auch mit normale Kuhmilch zur Zubereitung nutzen. Den Honig kann man bspw. auch mit Agavendicksaft ersetzen, wenn man kein Honig-Fan ist und den fruchtigen Snack zur Hungerüberbrückung etwas süßer genießen möchte.

Hauptgerichte

Mein absoluter Star für ein leichtes Mittagessen im Büro ist Porridge. Was für viele ein Frühstück ist, ist für mich eine richtig tolle Mahlzeit, die das sogenannte „Suppenkoma“ nach der Mittagspause verhindert. Auf der Basis von 200 ml Milch und 5 EL blütenzarter Haferflocken sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ob verschiedenste Toppings (Früchte, Nüsse und Samen je nach Geschmack) oder die Variation der Grundlage (Milch-Wasser-Mix bzw. Soja-, Hafer- oder Kokosmilch): Porridge kann nach Lust und Laune zubereitet werden. Dabei kann es süß, aber auch herzhaft, bspw. in Kombination mit Quinoa und Kürbiskernen, gegessen werden.

Pasta geht meiner Meinung nach immer und kann sehr leicht vegetarisch zubereitet werden, sobald das Fasten auch den Fleischkonsum betrifft. Empfehlen kann ich da One Pot Pasta „Caprese“ oder Fettuccine mit Zitronen-Knoblauch-Sauce (die dann lieber nicht im Büro 😇). Der Blog Kleines Kulinarium bietet euch da viele tolle Rezepte, die ihr auch in der Fastenzeit genießen könnt – ob mit oder ohne Fleisch. Auch sehr lecker und leicht zu variieren sind Fenchel-Spaghetti von Kitchen Stories.

Was ich immer sehr gerne ohne Fleisch esse, sind Gnocchi. Diese kleinen Teile schmecken in etwas Butter (oder auch Olivenöl) angebraten, oder auch vorher gekocht, total lecker und sind schnell zubereitet. Dabei ist es natürlich euch überlassen, ob ihr sie selbst macht, oder aus dem Kühlregal holt. Meistens ist in gekauften Gnocchi auch kein Zucker enthalten, sodass ihr sie bedenkenlos fertig holen könnt. Sie sind außerdem vielseitig einsetzbar und damit ganz klar eine leckere Lösung für den Alltag. Ob gebacken mit Cherrytomaten, oder mit Salbei-Butter (natürlich ohne Speck), – Yummy!

Aller Anfang ist schwer…

Das Wichtigste und gleichzeitig schwierigste bei der Fastenzeit ist eigentlich die Umstellung auf eine bewusste Ernährung. Dabei ist die eigene Zubereitung von Gerichten ein guter Anfang, da in vielen Fertiggerichten Zucker (also der böse und raffinierte Zucker) enthalten ist. Richtet man sich also in der Fastenzeit nach dem Konzept des Clean Eatings, kann die Umstellung eine Herausforderung werden. Kleine, gemeine Fallstricke sind sehr häufig die Snacks und Zusatzartikel – in vielen Joghurtzubereitungen, Saucen und Getränken ist Zucker enthalten und somit, wenn man es streng nimmt, nicht „zulässig“ sind. Heißt im Klartext:

  1. Für den Salat lieber nicht das gekaufte French-Dressing, sondern besser ein Balsamico-Dressing (Zutaten zwecks Zucker vorher anschauen), oder gleich selbst machen 💁🏼
  2. Zu den Pommes lieber nur selbstgemachte Mayonnaise oder Ketchup. Man mag kaum glauben, wie viel Zucker in Dips und Saucen ist. Traurig, aber wahr: in der Fastenzeit heißt es also Bye Bye gekaufte Aioli, DIY ist die Devise.
  3. Als Nachtisch nach dem Mittag besser Naturjoghurt mit Früchten. Es gibt zwar eine tolle Auswahl an Joghurts im Kühlregal, jedoch ist auch da fast überall Zucker drin.

Was aufwendig klingt, ist einmal umgesetzt gar nicht so wild. Ein Salatdressing ist schnell gemacht, die selbstgemachte Mayonnaise hält sich im Kühlschrank recht lange und der Naturjoghurt kann, ähnlich wie das Porridge, für jeden Geschmack angepasst und ggf. mit Honig oder Agavendicksaft gesüßt werden.

Also, probiert es selbst aus und schaut, wie weit ihr es schafft, den inneren Schweinehund zu bekämpfen und euch vom möglichen Zuckertrip runterzukriegen.

Da ihr Blog-technisch ja notgedrungen auch fasten dürft, werde ich mit euch in den kommenden Wochen ein paar leckere Rezepte ausprobieren und schauen, wie gut sehr Zucker und Fleisch fehlen, oder eben auch nicht 😊

von Juliane

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