Yoga und Tanz – Die perfekte Symbiose

Irgendwie ist es zur Zeit echt stressig. Mein Job fordert mich zur Zeit enorm. So sehr, dass es auch in meine eigentliche Freizeit ausstrahlt und ich immer das Bedürfnis habe, mich auch nach eigentlich getaner Arbeit doch nochmal zu Hause hinzusetzen. Das hatte ich ganz lange nicht mehr und ich lasse mich davon übermäßig stressen. Nicht schön sowas.

Naturgemäß leidet darunter meine Yogapraxis. Was natürlich Quatsch ist und unnötig und überhaupt nicht hilfreich. Manchmal hilft es ja auch, einfach alles abzuschütteln, aber tanzmäßig lief bei mir über den Sommer auch kaum noch was. Ein bisschen Burlesque und das wars. Umso erfreulicher also, dass ich mich für den Workshop Yoga und Tanz in der Yogaschule Hannover angemeldet hatte. Den Kurs bietet die liebe Stephannie Stewart von Movenyo an, die ich ja sowieso schon klasse finde und bereits aus verschiedenen Workshop in ihrem Heimatstudio am Königsworther Platz kenne. Stephannie ist Tanzpädagogin und hat ihre Yogalehrer-Ausbildung dort gemacht und bietet in den Räumlichkeiten der Yogaschule immer mal wieder Yoga und Tanz an. Man merkt wirklich, dass Stephannie hier zwei Leidenschaften miteinander vereint, die in dieser Form einfach nur stimmig sind und irgendwie logisch ineinander greifen. Genau das Richtige für mich. Die zwei Dinge, die ich am liebsten mag in einem Workshop. Besser geht  nicht – und ich wurde nicht enttäuscht! Alleine schon der Raum in der Yogaschule ist echt schön. Hell und groß mit Holzböden. Und die Abwesenheit von Spiegeln finde ich für diesen Kurs, bei dem es eher um Spüren als um Sehen geht, auch sehr angenehm.

Dieser Workshop war wirklich was anderes. Irgendwie habe ich es geschafft in dieser Stunde den ganzen Stress der vergangenen Wochen komplett abzulegen. Yoga und Tanz mit Stephannie ist eher Tanz mit Yogaelementen. Aber für mich waren die einzelnen Yogaelemente so präsent, dass es eigentlich keinen Unterschied machte, ob es jetzt Yoga mit Tanz oder Tanz mit Yoga war. Stephi hatte ein wundervolles Lied von Ellie Goudling für die Choreographie rausgesucht: Tessellate. Wirklich wunderschön. Irgendwie tragisch und kraftvoll. Nur auf den Text sollte man nicht so ganz achten, könnte ein Stimmungskiller sein.

Die Choreographie war wie immer einfach nur perfekt auf die Musik abgestimmt. Und dadurch, dass so viele Elemente aus dem Yoga enthalten waren – Berg, Krieger, allerlei Vorbeugen – war es, zumindest für Menschen mit einem Minimum an Yoga-Erfahrung, ein leichtes der Choreographie zu folgen. Was da gemacht wird, kenne ich ja sowieso schon. Nur die Aneinanderreihung ist neu. Und Stephie leitet eh immer so an, dass man es irgendwie schafft, sich innerhalb von 2 Stunden ohne Probleme eine 3-minütige Choreographie zu merken. Für diejenigen, die eher auf Tanz statt Yoga aus waren, war aber auch eine Menge dabei. Ein bisschen stehen, ein bisschen laufen und eine Runde auf dem Boden wälzen, war auch dabei.

Der einzige echte Unterschied zu einer „normalen“ Yogaklasse ist, dass man sich nicht vollständig vom Atem tragen lassen kann, sondern sich an den Takt der Musik anpasst. Da der in diesem Fall aber so langsam war, fühlte ich mich davon nicht gehetzt und konnte trotzdem gut am Atem bleiben. Am Ende hat sich für mich tatsächlich eher wie eine Yogapraxis angefühlt, statt wie ein Tanz angefühlt- ein yogischer Tanz. Ich war während der gesamten Praxis so bei mir, wie schon lange nicht mehr. Der Workshop hat bei mir noch lange nachgewirkt. Sowas schönes habe ich lange nicht gemacht. Es wird auf jeden Fall nicht mein letzter yogischer Tanz in der Yogaschule gewesen sein. Der Workshop wird immer mal wieder angeboten. Einfach regelmäßig auf der Seite vom Movenyo oder der Yogaschule vorbeischauen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal – vielleicht trifft man sich!

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