Achtung Suchtgefahr: American Cheesecake mit Erdbeer-Topping

Endlich wird das Wetter besser, die Sonne strahlt und es wird schön sommerlich warm. Neben gebräunter Haut und sommerlicher Kleidung bringt diese Jahreszeit noch etwas anderes großartiges mit sich: die Erdbeer-Saison! Kaum gibt es die ersten regionalen Erdbeeren, die nicht nur nach Wasser schmecken, weiß man gar nicht, bei welchen leckeren Rezepten man anfangen soll. Geht es euch da auch so? Von Kuchen, selbstgemachter Marmelade, Sorbet, Salaten und vielem mehr steht die Welt der erdbeerigen Rezepte plötzlich offen.

Da ich ja, wie in dem einen oder anderen Beitrag erwähnt, nicht die Finger von  Kuchen jeglicher Art lassen kann, war mein erster Gedanke natürlich „Erdbeeren? Kuchen!“ 😀 Ich bin zwar auch ein unheimlicher Fan verschiedenster Marmeladen, aber zu so einem Kuchen kann ich einfach nicht nein sagen.  Wie üblich bin ich also zu allererst mit einem leckeren klassischen Erdbeerkuchen, wie ich ihn von Mama kenne, in die Saison gestartet. Ganz schlicht mit selbstgemachtem Tortenboden, Pudding, Erdbeeren und Tortenguss. Dabei handelt es sich jedoch nicht um den Star dieses Beitrags, denn den habe ich erstmalig ausprobiert. Wer jedoch das Rezept für den klassischen Erdbeerkuchen kennenlernen möchte, kann mir sehr gerne einen Kommentar/ eine Nachricht über einen unserer Kanäle zukommen lassen 🙂

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: dem Cheesecake!

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Auch mit meiner Liebe zum Cheesecake gehe ich hier ja sehr offen um – leugnen bringt da ja auch nichts. Kürzlich hatte ich also – mal wieder – Heißhunger auf solch eine sündhafte Leckerei und erinnerte mich an ein Rezept, das mir vor einer Weile mal als Vorschlag gepusht wurde (ziemlich gemein übrigens… nichtsahnend schaut man auf’s Handy und zack! hat man Appetit drauf – wirklich fies). Ich habe mich also durch die App gesucht und bin auf das Objekt meiner Neugierde gestoßen: den American Cheesecake von Kitchen Stories. Bisher kenne ich nur das Rezept von Omas Quarkkuchen, der immer wieder klasse ist. Bei verschiedensten Cafés bekommt man jedoch andere Varianten, die meist New York Cheesecake o.ä. genannt werden. Total cremig, sehr lecker und meist leider auch wirklich teuer für solch ein kleines Stück. Das muss man doch selbst hinbekommen können, oder? Aber klar, schaut selbst!

 

Amercian Cheesecake – das Wunder gibt’s auch Hause

Diese Variante wird nicht, wie mir bisher geläufig, mit Quark gemacht. Nein, tatsächlich ist Hauptbestandteil der Masse Frischkäse und Naturjoghurt. Auch ist Gelatine darin, die ich bisher noch nie verwendet habe (ob das was wird?). Außerdem ist der Boden dieses mal kein gewöhnlicher Tortenboden, sondern ein härterer Boden aus Haferkeksen – lecker! Da sag ich nur: Challenge accepted! 😉

 

Die Zutaten für den Kuchen:

  • 525 Frischkäse
  • 6 Blatt Gelatine
  • 150 ml Wasser
  • 150 g Haferkekse
  • 100 g Butter
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 Vanilleschotenmark
  • 300 g Naturjoghurt
  • 75 g Zucker

 

Laut dem Rezept benötigt man nun noch Himbeersauce, Beeren und Basilikum für das Topping. Da ich ja aber – immer noch – Appetit auf Erdbeeren habe, und mir fertige Fruchtsaucen meist zu zuckrig sind, mache ich sie selbst. Dazu hole ich also noch ein Körbchen frische Erdbeeren und nehme etwas Minze, die bei mir auf der Fensterbank wächst. Ich liebe diese Kombination!

Dann kann es auch schon losgehen. Liegen alle Zutaten bereit, wiege ich erst einmal alles ab, das vorab erledigt werden kann – also Frischkäse aus den Packungen puhlen, Naturjoghurt, Butter und Zucker abwiegen sowie das Mark der Vanilleschote auskratzen. Dann fülle ich 150 ml Wasser in eine Schüssel, lege die 6 Blätter Gelatine hinein und stelle sie an die Seite, wo sie für ca. 8-10 Minuten einweichen müssen. Währenddessen ist der Mann so lieb und kümmert sich um die Haferkekse. Diese füllt er in einen verschließbaren Gefrierbeutel und haut mit dem Nudelholz darauf ein, bis sie krümelig sind. Während er seinen Aggressionen freien Lauf lässt, lasse ich die Butter in einem Topf schmelzen. Anschließend werden die Kekskrümel – die Ärmsten – in einer Schüssel mit der flüssigen Butter vermischt und dann in eine runde Kuchenform gegeben. Nun gleichmäßig verteilen und mit einem Hilfsmittel (Glas mit flachem Boden o.ä.) festdrücken – Voilà, der Boden ist fertig! Nun ab mit ihm in den Kühlschrank. An dieser Stelle ein Tipp: lasst den Mann nicht allein mit den restlichen Keksen… meiner hat die übrigen Kekse aufgefuttert und als ich beim Festdrücken gemerkt habe, dass die Masse noch zu flüssig ist, musste ich mit gemahlenen Mandeln nachhelfen… dazu im Fazit mehr.

 

Nun wird es spannend: es geht an die Cheesecake-Masse! Dazu gebe ich den abgewogenen Frischkäse und den Naturjoghurt in die Rührschüssel und lasse das Maschinchen loslegen. Während die Masse vermischt wird, gebe ich das bereits ausgekratzte Vanillemark hinzu und presse etwa 3 EL Zitrone hinein.  Während die Kitchen Aid vor sich hinrührt, gebe ich das Wasser-Gelatine-Gemisch mit dem Zucker in einen Topf und erhitze es langsam (Vorsicht: nicht zu heiß werden lassen) unter stetigem Rühren, bis es sich aufgelöst hat. Anschließend gieße ich es in die Rührschüssel, wo alles zu einer gleichmäßigen Masse vermischt wird. Die Kuchenform mit dem Boden kann ich nun aus dem Kühlschrank holen, um die Cheesecake-Masse hineinzugeben und gleichmäßig zu verteilen. Dann noch leicht die Form auf die Arbeitsplatte klopfen, um versteckte Luftblasen entweichen zu lassen. Der Kuchen darf so nun für mind. 3 Stunden in den Kühlschrank.

 

Nachdem die Sauerei in der Küche beseitigt ist, bereite ich ca. 30 Minuten vorm Servieren das Erdbeermousse vor. Dazu wasche ich die Erdbeeren ab, entferne das Grün und viertele ein bisschen mehr als eine handvoll davon, die ich dann zur Seite stelle. Den Rest gebe ich mit ca. 1-2 EL Agavendicksaft (nur optional, gern auch einen Klecks Honig) in meinen Standmixer. Dort lasse ich es ca. 2 Minuten mixen, bis es luftig locker aussieht. Dann hole ich den Cheesecake aus dem Kühlschrank und verteile das Topping „künstlerisch“ (fragt mich nicht wie 😀 ) mit einem Esslöffel darauf. die geviertelten Erdbeeren verteile ich dann mit ein paar Blättern Minze in der Mitte.

Nun endlich auf die Kuchengabeln, fertig, los – Guten Appetit!

Und Achtung, das kann süchtig machen 😉

 

Kurz und knapp: das Fazit

Meine anfängliche Skepsis hat sich förmlich in Luft aufgelöst… Für mich ist ein Cheesecake, auch Käsekuchen genannt, eben mit Quark. Da dieses Rezept nur mit Frischkäse und Naturjoghurt das leisten sollte, was sonst recht viel Quark schafft, hat mich etwas skeptisch gemacht. Auch habe ich noch nie mit Gelatine gebacken, sodass ich nicht wusste, was ich davon halten sollte und wie & warum diese komischen Blättchen bitte in meinen leckeren Kuchen sollen.

Tatsächlich schmeckt der Kuchen wirklich großartig und sehr locker & leicht, weshalb er problemlos mit Cheesecakes in den Cafés mithalten kann! Auch der Keksboden schmeckt klasse, da er den süßen und knusprigen Kontrast zur weniger süßen Creme bildet. Beim Boden muss ich jedoch die Menge der Kekse nach meinem Ermessen nach oben korrigieren… wie vorher bereits erwähnt, hat der Mann den Rest der Kekspackung aufgefuttert. Als ich die angegebene Menge der verprügelten Kekse mit der Butter vermischt in die Kuchenform gedrückt habe, war dies immer noch viel zu flüssig! Nicht nur, dass mir ein Teil der flüssigen Butter unten aus der Springform rausgelaufen ist (was für eine Sauerei, sag ich euch), nun hatte ich auch keine Kekse mehr, um den Boden „anzudicken“. In meiner Not musste ich also mit gemahlenen Mandeln nachhelfen – was blieb mir übrig. Ich würde also beim nächsten Mal mehr Kekse bereithalten, um dann ggf. welche hinzuzugeben, sollte der Boden wieder so „dünn“ sein. An dieser Stelle noch ein kleiner Tipp am Rande: nach der langen Zeit in der Kühlung ist der Boden sehr hart geworden. Beim Anschneiden also gut aufpassen, oder aber einen Tortenheber mit  gezackter Schneidekante verwenden, da euch sonst so ein Malheur passieren kann:

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Bis auf die kleinen Komplikation lief aber alles überraschend glatt. Die Vanilleschote hat sich nicht gewehrt, die Cheesecake-Masse ist nicht zu süß geworden und das Gelatine-Wasser-Zucker-Gemisch ist mir nicht angebrannt – ein Erfolg!

Ich bin also total zufrieden mit dem American Cheesecake mit Erdbeer-Topping und habe ihn mir mit meinem Besuch schmecken lassen – und da es so lecker war, blieb es auch nicht nur bei einem Stück 🙂

 

von Juliane

Ein Kommentar zu „Achtung Suchtgefahr: American Cheesecake mit Erdbeer-Topping

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