Die Feuerprobe: Frisches Dinkel-Joghurt-Brot

Nach etwas längerer Ruhephase – Schande über meint Haupt – melde ich mit einem wirklich tollen Rezept wieder zurück. Nach unserem Umzug will (nein muss!) die neue Küche und der mir bisher noch unbekannte Ofen natürlich noch eingeweiht werden. Wie kann man das am besten testen, als mit einem frischen und knusprigen Brot? Genau, das dachte ich mir auch! Es ist schon eine Weile her, dass ich selbst Brot gebacken habe, daher war ich Feuer und Flamme für diese Idee. Also habe ich mich wieder durch meine Pinterest-Pinnwände geklickt und bin auf ein tolles Rezept für ein Dinkel-Joghurt-Brot aufmerksam geworden, das ich einfach ausprobieren musste!

 

Dinkel als gesunder Weizen-Ersatz

Dinkel, auch gesundes Korn genannt, ist eine Unterart des Weizens und soll neben seiner guten Verträglichkeit auch bei Allergien als passender Weizen-Ersatz dienen. Ob in Kuchen, Brötchen, Pfannkuchen & Broten – Dinkelmehl kann vielfältig eingesetzt werden. Ihr müsst wissen, dass ich total auf Dinkel abfahre… fragt mich nicht warum, aber irgendwie finde ich Dinkelbrötchen & Co. total lecker, sodass ich vermehrt Weizenmehl dadurch ersetze.

Das Rezept für das Dinkel-Joghurt-Brot habe ich interessanterweise in der Rezeptwelt von Vorwerk Thermomix gefunden, zu der Kunden auch eigene Rezepte hinzufügen können (ein Dankeschön daher an summer0700). Da ich aber ja glückliche Kitchen Aid Nutzerin bin, habe ich erst einmal skeptisch runtergescrollt, um herauszufinden, ob ich das Rezept überhaupt umsetzen kann. Aber was der Thermomix kann, kann meine Kitchen Aid doch schon lange, oder nicht? Challenge accepted, würde ich sagen 😛

Obwohl ich auch gerne ein „normales“ Landbrot, oder auch mal ein Weißbrot essen mag, will mir die Dinkel-Variante keine Ruhe geben. Dann noch Joghurt dazu? Ist das denn lecker? Na ja, gut sieht es zumindest aus und scheint auch sehr saftig zu sein. Die Zutatenliste ist überschaubar und ein Teil davon wartet bereits im Schrank. Wie gewöhnlich, habe ich leider keine Frischhefe auf Vorrat zuhause und auch Roggenmehl ist bei mir bisher keine regelmäßige Zutat – also, es nützt alles nichts: ich muss erst einkaufen gehen… Im mir bisher unbekannten Supermarkt habe ich dann die freche Hefe nicht finden können – was für ein Aufwand, sag ich euch! Zum Glück konnte ich den Rest schneller finden, sodass ich einigermaßen zügig wieder in den heimischen 4 Wänden war, total motiviert endlich loszulegen!

 

Ein superleckeres Brot – so funktioniert’s!

Die Zutaten:

  • 700 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 100 g Roggenmehl
  • 350ml warmes Wasser
  • 20 g Frischhefe
  • 3 gestr. TL Salz
  • 1 geh. TL Agavendicksaft, Zucker o.Honig
  • 150 g Naturjoghurt (1,5% Fett)

 

Die Zubereitung ist auch recht simpel. Erst das Dinkel- und Roggenmehl in der Schüssel abwiegen. Dann löse ich in einem Messbecher die Frischhefe im warmen Wasser auf und wiege den Joghurt in einem Schälchen ab. Dann lasse ich die Mehlsorten vom Maschinen mit dem Knethaken vermischen und gebe die Wasser-Hefe-Mischung hinzu. Anschließend noch den Joghurt und Honig unterheben und den Teig ca. 5 Minuten auf niedriger bis mittlerer Stufe zu einer gleichmäßigen Masse verkneten lassen.

Während die Maschine für mich knetet, nehme ich eine große Glasschüssel, die ich mit Pflanzenöl einfette. Ist der Teig fertig, gebe ich ihn zu einer Kugel geknetet hinein und decke ihn mit einem Handtuch ab. An einem warmen Ort darf er nun ca. 1 Stunde lang ruhen, bis er ungefähr seine doppelte Größe erreicht hat. Der Teig darf nun mehrmals gefaltet werden und dann in eine eingefettete Kastenform gelegt werden. Nun erhält er noch formschöne, diagonale Schnitte und wird mit etwas Mehl (natürlich Dinkel) bestäubt.

Laut ursprünglichem Rezept sollte er in einer geschlossenen Form  gebacken werden, die ich leider nicht habe. Blöd. Aus der Not heraus muss also eine zweite (fast genauso große) Kastenform als Deckel herhalten, mit dem er nun für 50 Minuten bei 180 °C (Umluft) gebacken wird. Klingelt der Timer, darf der „Deckel“ abgenommen und das halbfertige Brot schon einmal mit Vorfreude bestaunt werden. Nun den Ofen auf 220 °C (Oberhitze mit Umluft) erhöhen und das Brot für weitere 10 Minuten backen. Aufgrund meiner Zwei-Formen-Aktion hat „es“ optisch etwas von einem Atombrot, aber wir sind hier ja nicht beim Schönheitswettbewerb, richtig? 😀

Ist die Backzeit um und der Appetit kaum noch auszuhalten, sollte es aus dem Ofen genommen und nun direkt aus der Form genommen werden. Da ich ein großer Fan von warmem Brot mit einem Hauch Butter – Obatzter würde ich natürlich auch nehmen – bin, warte ich mit dem Anschneiden nicht, bis es abgekühlt ist. Also ran ans Messer und dem frischen, noch dampfenden Brot an den knusprigen Kragen 😉

 

Das Fazit (oder auch Thermomix vs. Kitchen Aid)

Ich liebe frisches, noch warmes Brot! Das Dinkel-Joghurt-Brot ist super saftig, schön knusprig von der Kruste her und auch optisch als Atombrot ein Hingucker 🙂 Die Zubereitung ist wirklich simpel, denn im Endeffekt „schmeißt“ man alles in eine Schüssel und knetet es zu einem gleichmäßigen Teig.

Man benötigt daher weder einen Thermomix, noch eine Kitchen Aid, wenn man es ca. 5 Minuten mit einem Handrührer aushält. Wie bei jedem Hefeteig muss man leider auch hier die Ruhezeit abwarten, in der der Teig gehen kann. Doch das Warten lohnt sich, denn das Brot erfordert weder Zauberkräfte oder lange Backerfahrung, noch stinkt es gegen ein Brot vom Bäcker ab. Ja, mein Brot ist vielleicht optisch aufgrund der spontanen Zwei-Formen-Politik nicht ganz so formschön, jedoch ist es durch den enthaltenen Joghurt genauso saftig und lecker.

Je nach Geschmack ist es sowohl mit herzhaftem Aufschnitt, als auch mit süßem Topping sehr empfehlenswert. Da das Brot nur wenig Honig enthält, ist es grundsätzlich nicht zu süß und kann daher vielfältig genossen werden. Das geht auch dann noch, wenn man wie ich – leider mal wieder – anstelle eines TL einen EL Honig nimmt. Das macht dem Brot geschmacklich aber nichts aus.

Also, versucht euch selbst an diesem leichten & unheimlich leckeren Dinkel-Joghurt-Brot und macht dem Bäcker von nebenan ein bisschen Konkurrenz 😉 Guten Appetit!

 

 

 

von Juliane

 

 

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