Gesünder Backen: Zuckerfreier Apfel-Möhren-Kuchen

Auch in diesem Jahr stellen wir uns für 40 Tage wieder der Herausforderung „Laster Fasten“! Da mein Zuckerkonsum seit Weihnachten drastisch gestiegen ist und während der Klausuren Chips & Co. ebenfalls häufig an meiner Seite waren, ist die Fastenzeit für mich die Möglichkeit, ein wenig runterzufahren und wieder ein gesundes Niveau der Ernährung zu erreichen. Das heißt im Klartext: möglichst kein raffinierter Zucker, keine ungesunden Chips und kein Alkohol. Also eine Art des Clean Eatings. Diese Variante der Ernährung hatte ich schon einmal umgesetzt, bin aber leider – Schande über mein Haupt – rückfällig geworden. Das kann man aber auch wieder ändern 🙂

Am schwersten ist natürlich die Umstellung. Die Gewohnheiten, nach dem Mittagessen zum Kaffee eine Yogurette oder einen Keks zu genießen, sind für mich nicht leicht zu brechen… ich habe mich da ja förmlich auf Zucker konditioniert. So ziemlich genervt von der Fastenzeit war ich bereits zu Beginn, als ich mich mit einer Freundin in einem Café traf und zum Latte Macchiato kein Stück Kuchen essen konnte – was hat das Leben dann noch für einen Sinn?! Genau, das meine ich… Verzicht kann einfach gemein sein und es muss doch eine Möglichkeit geben, diese Gewohnheiten durch gesündere Varianten zu ersetzen, oder?

 

Zuckerfrei Backen: Gesunder Apfel-Möhren-Kuchen für die Fastenzeit

Eines verzweifelten Abends habe ich mich online auf die Suche nach einem Zuckerfreien Rezept gemacht – da muss es doch was geben! Und wie es das gibt 🙂 Auf dem Blog von Backen macht glücklich bin ich auf das rettende Rezept für den Apfel-Möhren-Kuchen ohne Zucker gekommen und war Feuer und Flamme.

Die Liste der Zutaten ist dabei überschaubar und auch die Zubereitung ist kein Hexenwerk. Das braucht ihr für eine kleine 18-20 cm Springform:

  • 100 g Möhren (sehr fein geraspelt)
  • 100 g Äpfel (sehr fein geraspelt)
  • 130 g Banane (sehr reif & süß)
  • 1 Ei (mittelgroß)
  • 80 Gramm griechischer Joghurt
  • 60 g Butter (weich)
  • 2 TL Zimt
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zitronensaft
  • 130 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 TL Backpulver

Folie2

 

Die Zubereitung

Zuerst mache ich mich an das Obst. Dabei reibe ich den geputzten Apfel und die Möhre mithilfe einer Reibe möglichst klein. Die Banane habe ich versucht mit meinem Standmixer für Smoothies zu zerkleinern… dieser hat leider mangels vorhandener Flüssigkeit bei den Bananenstücken gestreikt – blödes Ding – weshalb ich sie mithilfe eines Stößels zerdrückt habe. Geht also auch so 😉

Nun heize ich den Ofen schon einmal auf 175 °C vor. Dann lasse ich den Joghurt mit dem Ei von meiner Kitchen Aid mit dem Flachrührer auf niedriger Stufe verquirlen, während ich die weiche Butter (man könnte an dieser Stelle auch Kokosöl nehmen) und das Dinkelmehl abwiege. Während die Butter mit zur Joghurt-Ei-Mischung darf, portioniere ich die noch fehlenden Zutaten Backpulver, Zimt, Salz, Zitronensaft und Vanilleschote. Diese dürfen dann auch nach und nach mit in die Rührschüssel. Zum Schluss kommen die geraspelte Apfel-Möhren-Mischung sowie die zerdrückte Banane hinzu.

Folie3

Ist eine homogene Mischung entstanden, fette ich die Springform ein und gebe den Teig hinein. Ist der Ofen auf Temperatur, darf die Form für ca. 40 Minuten in den Ofen. Voilà!

 

Das Fazit

Ehe ich über das Geschmackserlebnis berichte, muss ich zu meiner Schande zugeben, dass ich diesen Kuchen zwei Mal zubereiten musste. Beim ersten Versuch bin ich leider in der Zeile verrutscht und habe tatsächlich dummerweise einen TL Salz hinzugefügt – igitt, sag ich euch!!! Der Mann fand ihn zwar irgendwie dennoch gut, aber ich konnte ihn so einfach nicht essen… Peinlich, aber wahr: er war vollkommen versalzen! 😦

Der nächste Versuch zwei Tage später saß aber! Die Zubereitung war, wie beim ersten Mal schon, wirklich sehr leicht. Einzig das Reiben von Apfel und Möhre fand ich etwas lästig, da ich eine simple Reibe nutze und dabei immer auf meine Finger aufpassen muss – ich habe da ein traumatisches Erlebnis hinter mir. Deswegen habe ich beim zweiten Versuch den Multi-Chef von Tupper dafür genommen – klappt also ebenfalls. Bei Kuchen Nr. 2 hatte ich aus Mangel an Joghurt Naturfrischkäse genommen – auch das geht ohne Probleme. Davon abgesehen, war nichts Schwieriges dabei und ein Einkauf extra für dieses Rezept war auch nicht notwendig. Das habe ich immer am liebsten!

Nun zum Geschmack: Der Kuchen ist wirklich lecker und vor allem sehr saftig! Die Banane dient da gut als Bindemittel und die Apfel-Möhren-Mischung schmeckt man schön raus. Im Kühlschrank aufbewahrt trocknet er auch nicht aus, sodass man ihn mehrere Tage lang genießen kann. Morgen bringe ich den Kollegen eine Kostprobe mit – mal sehen, wie die Wertung der Jury aussieht 😉

Für mich als Kuchen-Junkie kann ich trotz anfänglicher Skepsis sagen, dass dieser Kuchen eine tolle Lösung für die Fastenzeit ist. Ich muss so nicht auf eine Leckerei zum Kaffee verzichten und kann die fruchtige Süße ohne schlechtes Gewissen weiterhin genießen – was für ein Lichtblick!

Folie1

Aber auch außerhalb der Fastenzeit sind zuckerfreie Rezepte nicht von vornherein abzulehnen. Sie sind eine tolle Möglichkeit von dem industriell bedingten Zuckertrip runterzukommen, auf dem wir durch Unmengen gezuckerter Lebensmittel leider sehr schnell sind. Also für mich gesprochen heißt das: gerne mehr solcher Rezepte, um nicht nur verzichten zu müssen 🙂

 

von Juliane
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