Süßkartoffel-Curry mit Kürbis

Endlich ist es wieder soweit: es ist Kürbiszeit! Der vielseitig einsetzbare Kürbis bringt wieder kulinarische Schmankerl in die Küche, auf die man sich im Herbst freuen kann 🙂 Um den Auftakt in die Kürbis-Saison gebührend zu „feiern“, habe ich in meinem digitalen Kochbuch gewühlt und ein spannendes Rezept ausgegraben, das ich schon seit geraumer Zeit dort gespeichert hatte: Süßkartoffel-Curry mit Kürbis. Die farbenfrohe Kombination von Süßkartoffeln, Kürbis und Zuckerschoten hat mich direkt angesprochen und der Appetit ließ nicht lange auf sich warten.

 

Nun aber ran an den Speck… den Kürbis, meine ich!

Lange Zeit habe ich mich nicht so recht an Currys getraut… bei meinen Kochanfängen hatte ich damals gedacht, dass man dafür viele ausgefallene Zutaten braucht, die man  nicht immer vorrätig hat und sonst kaum verwenden kann. Das ist natürlich nicht so, weiß ich jetzt. An einem grünen Thai-Curry habe ich mich dank der lieben Claudia bereits versucht und war positiv begeistert. Nun geht es also an das leckere „rote“ Curry, das schon so lange ausprobiert werden will 😉 Das Rezept dafür habe ich in der tollen App von Kitchen Stories gefunden und war bei meiner Kürbis-Auftakt-Suche direkt angefixt. Da kann es doch direkt los gehen!

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Die Zutaten (für 4 Personen)

100 g    Zwiebeln (rot)
1 Zehe Knoblauch
1 EL     frischer Ingwer (frisch)
200 g   Hokkaidokürbis
100 g   Paprika (rot)
80 g     Cherrytomaten
300 g   Süßkartoffeln
2 EL    Olivenöl
1 EL    Tomatenmark
1 TL    Currypulver
1 EL    Currypaste
500 ml Kokosmilch
20 g Minze
20 g Basilikum
80 g Cashewnüsse
80 g Zuckerschoten
1 Limette (Saft)
Salz, Pfeffer und Chiliflocken

 

Die Liste der Zutaten sieht erst einmal nach viel aus und hat mich beim ersten Hinschauen etwas geplättet. Während der Zubereitung, muss ich aber einräumen, ist es das gar nicht mehr – ihr werdet’s sehen.

 

Die Zubereitung

Zuerst geht es also den Zwiebeln, den Knoblauchzehen (ich nehme zwei – doppelt hält besser) und dem Ingwer an den Kragen. Sie werden geschält und in Würfel gehackt. Diese schiebe ich dann an die Seite und widme mich dem Kürbis, der halbiert, entkernt und gewürfelt wird – dieser Kampf muss leider jedes Mal geführt werden, sorry. Nun wird noch die Süßkartoffel, von der nur eine benötige, da diese allein schon an die 300 g auf die Waage bringt, geschält und ebenfalls gewürfelt. Die Paprika, die im Ursprungsrezept steht, lasse ich aus Gründen der Verträglichkeit weg und nehme dafür später etwas mehr Cherrytomaten 😉

Ist das Olivenöl in der Pfanne heiß, fliegen die eben geschnibbelten Zutaten hinein. Erst brate ich die Zwiebel-, Knoblauch- und Ingwerwürfel glasig an und nach ca. 2-3 Minuten folgen diesen dann die Kürbis- und Süßkartoffelwürfel. Ist das Tomatenmark auf den Esslöffel gequetscht, gebe ich es ebenfalls in die Pfanne und verrühre es mit dem Rest. Das gleiche Schicksal ereilt nun die Currypaste und das Currypulver. Zur Currypaste von meiner Seite der Tipp: erst einmal die Hälfte zu nehmen und später ggf. nachschärfen – mehr dazu im Fazit! Ist alles gut vermischt, würze ich mit Salz, Pfeffer und den Chiliflocken und brate es weitere 5 Minuten an.

Nun wird es spannend – die Kokosmilch kommt zum Einsatz. Diese habe ich in praktisch abgefüllten Dosen à 250 g erstehen können, sodass mir vorheriges abmessen erspart bleibt. Beide Dosen gebe ich also in die Pfanne und verrühre sie während des Erhitzens gut mit dem restlichen Gemüse. Einmal aufgekocht, drehe ich die Hitze ein wenig runter und lassen alles ca. 10-15 Minuten köcheln – abhängig davon, wie gar Süßkartoffel und Kürbis sind. Für meine Beilage, die mir bisher noch fehlt, koche ich nebenbei zwei Portionen Basmati-Reis.

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Da ich dem leichten Blubbern ja nicht dauerhaft zuschauen muss, hacke ich nebenbei grob die frischen Basilikum- und Minzblätter, wasche die Zuckerschoten und halbiere die Cherrytomaten (hier nun etwas mehr als 80 g aufgrund der fehlenden Paprika). Die Schoten und Cherrytomaten dürfen nun in die Pfanne zum Rest, dicht gefolgt von den Cashewnüssen. Nun rühre ich noch das gehakte Basilikum und die Minze unter und gebe den Limettensaft hinzu (aufgepasst, diese blöden Kerne sind wirklich nicht leicht rauszufischen :-/ ). Mittlerweile ist der Reis auch fertig, sodass nach einem letzten Abschmecken mit Paprikagewürz, Salz & Pfeffer endlich angerichtet werden kann.

 

Das Fazit

Dieses Rezept ist – entgegen meiner Befürchtungen – auch für Curry-Anfänger wie mich leicht zuzubereiten. Man sollte sich also nicht von der langen Liste an Zutaten abschrecken lassen 🙂 Der Kürbis und die Süßkartoffeln passen sehr gut zusammen und schmecken mit der Kokosmilch wirklich großartig. Die Zuckerschoten geben eine angenehme Süße, während die Chili-Würze den Biss bringt.

Wie eingangs versprochen nun mehr zur Currypaste: ich habe mich brav an das Rezept gehalten und einen ganzen Esslöffel von der Paste aus dem Gläschen gefischt. Mir kam das etwas viel vor…  ich esse zwar gerne scharf, möchte aber gerne noch etwas vom Rest des Essens schmecken können. Leider habe ich in diesem Fall auf den Mann gehört (blöde Idee, denn der isst gerne sehr scharf – nächstes Mal ignoriere ich ihn einfach 😛 ) und habe, wie im Rezept enthalten, den kompletten Esslöffel der scharfen Currypaste hinzu gegeben. Leider war das Curry später so derbe scharf, dass ich nach ein paar Löffeln aufgegeben habe und mich mit einem Glas Milch zufriedengeben musste. Ich habe also leider nicht viel vom Abendessen gehabt, aber der Mann hat sich wenigstens gefreut, dass er nicht nachschärfen musste und mehr für sich hatte.

Bis zum ersten Abschmecken war das Curry also super und ich werde es auf jeden Fall noch einmal kochen – dieses Mal jedoch mit weniger Schärfe für Memmen wie mich 😉 Wenn ich dran denke, schreibe ich dann noch ein kurzes Update zum weniger scharfen Geschmack.

 

 

von Juliane

 

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