DIY-Pasta: Nudeln in Eigenproduktion

Kennt ihr das: Verregneter Sonntag, ihr wollt nicht raus, bestellen geht auch nicht schon wieder und ihr habt nicht wirklich vorausschauend eingekauft? In so einem Fall hilft mir, wie so oft, die liebe Pasta aus dem Schlamassel. Zugegeben, ich habe bereits oft erwähnt, dass ich Pasta liebe… aber wie kann man das auch nicht? Vielseitig einsetzbar und eigentlich immer auf Lager, rettet sie mir so manchen Sonntag. Schon seit geraumer Zeit wollte ich diese ominösen Sonntagsretter auch mal selbst machen. So richtig. Also 100% DIY-Pasta. Ich habe also den Koch meines Vertrauens nach Tipps, vor allem aber auch nach dem Nudelteig-Aufsatz für die Kitchen Aid gefragt 🙂

Mit dem begehrten Aufsatz im Gepäck und einem geheimen Rezept an der Hand bin ich nach Hause geradelt und ab in die Küche. Da ich an diesem Wochenende mal ein bisschen mehr Freizeit hatte als sonst, habe ich zwei verschiedene Varianten Teig probiert: einen auf Basis von Hartweizengrieß und einmal klassische Eiernudeln.

Teig Nr. 1: Nudelteig mit Hartweizengrieß

Der Koch meines Vertrauens hat mir ein von ihm zusammengestelltes Rezept verraten. Die genauen Grammangaben darf ich nicht nennen, jedoch die Bestandteile – wichtig hierbei ist, dass das Verhältnis der drei Hauptbestandteile Mehl, Grieß und Eiern bei 1:1:1 liegt. Heißt bei 100 g Mehl sollten ebenfalls 100 g Hartweizengrieß und 100 g Eier verwendet werden.

Die Zutaten: Hartweizengrieß, Mehl (Typ 405), Eier, Olivenöl, Kurkuma (für die Farbe)

Perfekt Unperfekt_DIYPasta

Sind die Zutaten abgewogen, darf alles mit dem Flachrührer gemischt werden, bis eine gleichmäßig krümelige Masse entstanden ist. Danach noch ca. 2 Minuten von Hand kneten (sollte der Teig wie bei mir etwas trocken sein, gerne etwas Öl hinzufügen) und zu einer Kugel formen, welche in Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen darf.

Nach dem Nickerchen geht es dem Teig an den Kragen. Ich schneide ihn also in Scheiben und rüste meine Kitchen Aid mit dem Teigroller-Vorsatz. Beginnend mit Stufe 1 gebe ich die Teigscheiben durch den ersten Rollgang. Die Geschwindigkeit der Kitchen Aid selbst sollte dabei nicht zu schnell sein, sonst kommt ihr nicht mit den Händen hinterher. Sieht der Teig gleichmäßig aus, kann der Vorgang auf Stufe 2 fortgesetzt werden. Tipp: sollten die Teigstreifen zu lang werden, halbiert sie, da die Nudeln sonst später extrem lang werden 😉 Das Rollen der Streifen setze ich fort bis Stufe 5, da ich Tagliatelle (Bandnudeln) machen möchte (für Spaghetti sollte Stufe 4 ausreichen). Nun wird schnell der Bandnudelschneider installiert und die Teigstreifen werden in Nudeln geschnitten.

Sollen die Nudeln getrocknet werden, kann man sie in diese typischen Nudelnester legen und sie an einen trockenen Ort, oder in den Tiefkühlschrank geben. Da ich sie aber gleich mit einer leichten Pomodoro e Basilico genießen möchte, dürfen sie direkt für ca. 6 Minuten ins kochende, leicht gesalzene Wasser. Voilà, es darf angerichtet werden!

 

Teig Nr. 2: Die klassischen Eiernudeln

Am Samstag ging es dann erneut ans Nudeln machen – das Fieber hatte mich gepackt. Nachdem mir der Standard-Teig aus dem Kitchen Aid Buch misslungen ist (Tassen Mehl = amerikanische Cups, nicht deutsche Tassen… -.- ), war meine Hoffnung groß, als ich ein simples Rezept bei Lecker.de gefunden habe.

Die Zutaten kurz und knapp: 300 g Mehl (Typ 405), 3 Eier (Größe M), 2 EL Olivenöl, 1 EL Wasser, 1/2 TL Salz

Perfekt Unperfekt_DIYPasta2

Zuerst wiege ich das Mehl in der Schüssel ab und füge Salz hinzu. Anschließend folgen Öl und Wasser sowie die Eier, die den Schluss bilden. Die Zutaten sind anschließend schnell mit dem Knethaken zu einer gleichmäßigen Masse verknetet und ergeben ein schönes Bild in der Rührschüssel. Da ich den Teig mit Hartweizengrieß leider wohl etwas zu trocken gemacht habe, stelle ich hier schon fest, dass die Konsistenz deutlich besser wirkt. Nun noch kurze Zeit von Hand kneten und dann forme daraus eine Kugel, welche ich für 30 Minuten bei Raumtemperatur unter ein Küchenhandtuch an die Seite lege.

Währenddessen bereite ich schon einmal die Soße zu: eine schnelle Soße „Bologneser Art“. Dafür brate ich das Hackfleisch an, würze es mit Pfeffer & Salz und lösche alles mit stückigen Tomaten und etwas Gemüsebrühe ab. Die Soße lasse ich nun ein wenig vor sich hin köcheln und füge dabei nach und nach dünne Möhrenstifte, frisches Basilikum, Oregano, Knoblauch, Salz und Pfeffer hinzu. Nebenbei setze ich schon Wasser mit Salz für die Nudeln an.

Während das Wasser auf Temperatur kommt, kümmere ich mich um den Teig für die Nudeln. Diesen Teile ich in 5 gleichgroße Stücke und gehe nach dem gleichen Prinzip wie oben beschrieben vor: den Teig in Streifen nach und nach von Stufe 1 bis Stufe 4 durch den Teigroller geben. Da es heute Spaghetti geben soll, gebe ich die Teigstreifen durch den entsprechenden Spaghetti-Schneider. Wichtig hierbei: dieses mal direkt die Nudeln von der Hand auf einen Nudelständer, oder eben direkt ins Wasser. Im Gegensatz zur Variante mit Hartweizengrieß „klebte“ dieser Teig mehr zusammen, sodass die Nudeln dann schwer zu trennen sind. In meinem Falle habe ich sie also direkt ins Wasser geworfen. Auch dieser Teig könnte getrocknet oder eingefroren werden.

Ist die Konsistenz der Bolognese wie gewünscht, kann diese abgeschmeckt und mit der DIY-Pasta serviert werden – Guten Appetit!

Habt ihr eine Nudelteig-Variante probiert, oder sogar diese hier direkt mal getestet? Lasst es mich gerne wissen – ich freue mich über den Austausch 🙂

 

 

von Juliane
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