Chia-Apfel-Waffeln: Balsam für die Seele

Wer kennt das nicht: man hat – wie so oft – einen stressigen Tag auf der Arbeit. Der Himmel draußen ist den ganzen Tag nur eine triste, graue Masse und im schlimmsten Fall regnet es sogar! Hat man endlich Feierabend, begegnet man nur blöden Autofahrern auf der Straße… da ist man doch direkt wieder genervt. Wie schön wäre es, wenn es dafür ein Allheilmittel gäbe. Eines, das sofort wirkt und wenigstens den Rest des Tages versüßt… Gibt es sowas eigentlich? Ganz eindeutig ja:  Waffeln! 🙂

Waffeln1

Die passende Medikation – Waffeln als Universalhelfer

Als selbsternannte Süßkram-Expertin habe ich schon so einige Waffel-Rezepte ausprobiert, um die perfekte Waffel zu kreieren. Neulich bin ich – genervt durch den oben beschriebenen Tagesablauf – bei meiner Online-Recherche nach schneller Heilung auf das Waffel-Rezept von Casa Selvanegra gestoßen, welches ich unbedingt ausprobieren musste: Chia-Apfel-Waffeln!

Der Superfood-Hype um Chia, Goji, Açai & Co. ist ja weiterhin in vollem Gange und entsprechende Rezepte ploppen nur so im Internet hoch. Ich selbst habe auch diese ominösen Chia-Samen zuhause, habe sie aber bisher noch nie in Waffeln verarbeitet. Das sollte dringend geändert werden! Außerdem ist dieses Rezept ohne Mehl, was mich bei Waffeln ja sehr neugierig macht, da normalerweise Mehl die Grundlage ist.  Da muss ich das Rezept doch testen, oder? Es geht hier schließlich darum, meinen Ruf zu wahren 😉

 

Das Rezept (für ca. 6 Waffeln)

300 g geriebener Apfel (o. ungesüßtes Apfelmus)
120 g  Haferflocken (fein/ zart)
2 EL Chia-Samen
2 TL Backpulver
40 g Vanille-Zucker
2 Eier
6 Eiweiß
Pflanzenöl für das Waffeleisen

 

Die Zubereitung

Mit wachsendem Appetit mache ich mich daher zügig an die Zubereitung – die schlechte Laune muss schließlich umgehend bekämpft werden. Die Äpfel sind also mehr oder weniger schnell geschält, geschnitten und in eine Schüssel gerieben. Da diese sehr fein sein sollen, kann man hier auch einen Standmixer oder Smoothie-Maker zur Hilfe nehmen (Achtung: dazu mehr im Fazit 😀 ).

Waffeln2

Dann folgen den Äpfeln die „trockenen“ Zutaten Haferflocken, Chia-Samen, Backpulver und Vanille-Zucker in die Schüssel. Da ich ja, wie bereits in vorherigen Beiträgen erwähnt, sehr rühr-faul bin, lasse ich meine Kitchen Aid auf Stufe 2-3 die Masse gleichmäßig für mich verrühren. Während die liebe Maschine arbeitet, werfe ich die Eier hinein, trenne die Eiweiße und füge auch diese hinzu. Alles lasse ich ca. 3 Minuten verrühren, bis es ein gleichmäßiger Teig ist.

Während der Teig bereits entsteht, stöpsele ich das Waffeleisen schon einmal ein, damit es vorheizen kann. Bei fertigem Teig und erreichter Temperatur, pinsele ich etwas Pflanzenöl auf Ober- und Unterseite des Waffeleisens und versuche mich an den ersten zwei Waffeln… die Spannung steigt! Drückt die Daumen 🙂

 

Das Ergebnis: die Wertung der Fachjury

Als Verstärkung habe ich mir Claudia geholt, die mit mir die supergesunden Chia-Apfel-Waffeln testen soll. Sind sie lecker? Lohnt sich der Ei-Trenn-Apfel-Reibe-Aufwand?

Die Zubereitung…

… ist an sich einfach. Lästig jedoch – meiner Meinung nach – ist die Eitrennerei… ich kleckere dabei meist sehr viel rum, mindestens ein Eigelb platzt mir dabei auf und dann geht es ans Rausfischen. Bei 6 Eiern, die es zu trennen gilt, also ziemlich gute Chancen für eine Sauerei!

Zudem war ich ja total motiviert und wollte frische Äpfel verwenden – blöde Idee! Mit viel Elan habe ich sie geschnitten und geschält, um sie in meinen Smoothie-Maker zu schubsen. Guter Einfall, klappte aber nicht… Das Messer drehte sich wie wild, aber da aufgrund der fehlenden Flüssigkeit im Behälter die Äpfel nicht nachrutschen, war der Versuch vergebens. Auch mein Standmixer – ja, in dem Moment dachte ich mir, dass er vielleicht die Rettung sein könnte – kapitulierte qualmend. Ich musste sie also doch mit dem Kartoffelstampfer von Hand zerstampfen… selbst Schuld, nehme ich an 😀

Der Geschmack…

… kam bei uns sehr gut an. Im ersten Moment war die Konsistenz etwas ungewohnt, was vermutlich an dem hohen Eiweißanteil und den knackenden Chia-Samen liegt. Mit ein wenig Puderzucker, oder Naturjoghurt mit Heidelbeeren, sind diese Waffeln jedoch eine leckere und vor allem gesunde Alternative zur herkömmlichen Waffel auf Mehlbasis 🙂 Einziger Abzug in der B-Note: trotz der Mühe mit den Äpfeln haben die Waffeln nicht nach Apfel geschmeckt. Keiner der Testpersonen (es mussten mehrere Leute probieren) hat Apfel herausgeschmeckt – schade.

Was haltet ihr von der „gesunden“ Waffel? Ich bin gespannt auf eure Meinung dazu 🙂

 

 

von Juliane

 

 

Ein Kommentar zu „Chia-Apfel-Waffeln: Balsam für die Seele

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