Open your Heart Yoga 

Selbstoptimierung ist das Thema unserer Zeit. Ich muss immer mehr schaffen in immer weniger Zeit. Das optimal durchgetaktete Leben: ich arbeite optimal effizient, esse optimal viele Ballaststoffe zur optimalen Tageszeit und trainiere nur im optimale aeroben Bereich. Hauptsache ich werde einfach immer besser. Besser in was eigentlich? Sollte ich nicht vielleicht in mich hineinhören und das machen, was sich für mich in diesem Moment richtig anfühlt, anstatt einen selbst auferlegten Lebensplan abzuarbeiten? Mich mit mir selbst verbinden und ein bisschen freundlich zu mir selbst sein? Zufrieden mit mir selbst und mich in diesem Moment annehmen? Und wenn ich so mit mir selbst im Reinen bin, fällt es mir dann leichter, meine Umgebung so zu akzeptieren wie sie eben ist und einfach ein bisschen zufriedener freundlicher sein? Oder eben liebevoller, wie Shirley sagen würde. Shirley ist Yinyasa Yogalehrerin. Seit einem Jahr unterrichtet seit einem Jahr Vinyasa Yoga in Hannover . Shirley veranstaltet immer wieder Yoga-Specials u.a. in Kooperation mit der Schlafzimmerei, einem großartigen, sehr familiären Bettengeschäft hier in Hannover.

Open your Heart

Letzte Woche war ich bei Shirley an einem Yoga-Special zum Thema „Open your Heart“. Herzöffner, oder Rückbeugen, sind ein zentraler Bestandteil jeder Yogapraxis und standen in diesem Special im Fokus. Ich empfinde Rückbeugen als sehr befreiend. Das meine ich sowohl wortwörtlichen als auch im übertragenen Sinn. Durch die Rückbeugen hat der Vorderkörper die Möglichkeit sich zu weiten. Obwohl das Atmen während der Praxis teilweise anstrengend ist, nehme ich das Gefühl der Weite mit in den Tag. Als ob ich tiefer und freier atmen kann. Diese Freiheit im Atem überträgt sich eben auch auf mein restliches Sein: ich bin befreiter in meinem Geist und ruhiger und gelassener in meinen Gedanken. Wenn ich merke dass ich besonders emotional angespannt und einfach ärgerlich bin, nutze ich gerne einen Yogablock für eine unterstützte liegende Rückbeuge um meinen Brustkorb zu weiten. Schon wenige Minuten Herzöffnung machen mich wieder friedvoller. Probiert es aus!

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Credit: Shirley Heubach

Eintauchen in die Welt der Chakras

Das schöne an Shirleys Specials ist, dass sie eingangs immer auch auf einen speziellen Teil der Yogaphilosophie eingeht, dieses Mal waren es Chakras, speziell das Herzchakra.  Shirley beschriebt Chakras sehr anschaulich als kleine Trichter die aus unserem Körper in die materielle Welt hinausragen und die Energie von außen in unseren Körper hineintragen. Das kann man jetzt natürlich finden wie man will. So richtig warm werde ich als Naturwissenschaftlerin mit Begriffen wie „feinstofflich“ nicht so richtig. Darum geht es aber gar nicht. Ich verstehe das als ein Symbol dafür, dass ich über Aktivierung bestimmter Körperregionen eben auch gezielt meine Gedanken und darüber mein gesamtes Sein beeinflussen kann. Jeder kennt das, wenn wir schlecht drauf sind, sinken wir meist in uns zusammen und sind kraftlos. Wenn man aufrecht und stark geht, dann überträgt sich das auch auf andere Aspekte des Lebens. Wenn ich also meine Körpermitte stärke, überträgt sich das auf meine Haltung und meine Kraft im Leben. Yogis würden sagen, dass sie das Nabelchakra aktivieren. Alles eine Frage der Perspektive. Und dieses Mal eben das Herzchakra.

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Credit: Shirley Heubach

Herzchakra Special mit Shirley

Shirley hat eine sehr angenehme Stimme, die einen ganz in die Yogapraxis versinken lässt. Jede Stunde erinnerst sie daran eine Intention für diese setzen, die über die Praxis verinnerlicht wird. Viele Yogalehrer ignorieren das, was ich sehr schade finde. In den zwei Stunden führt sie nie zu hektisch durch die Praxis. Es sind viele Basis-Asanas dabei, durch ihre angesagten Adjustments wird mir aber wieder bewusst, dass durch eine entsprechende Ausrichtung auch hier Herzöffner praktiziert werden können. In Utthita Parsvakonasana z.B. lag mein Fokus zuletzt so auf der Rotation, dass ich dabei die Herzöffnung komplett vergessen habe. Mir ist dabei mal wieder aufgefallen wie unflexibel ich in der Brustwirbelsäule bin. Wir Berliner sind ja bekanntlich nicht die freundlichsten Menschen, aber vielleicht sollte ich einfach mehr Herzöffner praktizieren. Ich bin jetzt immerhin seit fast zehn Jahren in Hannover, langsam zählt die Berlin-Ausrede nicht mehr… Insgesamt gehe ich aus der Praxis so befreit hervor, wie ich es mir gewünscht hatte. Meine Intention habe ich mit in die Woche genommen und sie ist mehrfach wieder aufgepoppt. Anscheinend habe ich sie gut verarbeitet 🙂 Ich hoffe, das Shirley in Zukunft vielleicht auch Specials zu den restlichen Chakras plant. Mich kann sie auf jeden Fall schonmal anmelden.

 

 

von Claudia

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