Dublin 2.0 – Es geht ans Eingemachte

Wie versprochen, melde ich mich aus dem schönen Dublin zurück. Die zweite Woche ist hier mit vielen neuen Eindrücken bereits in vollem Gange – ich bin absolut begeistert! Von Freunden und Familie musste ich mir vor meiner Reise ja oft anhören „Nimm dir ’ne Regenjacke mit“, oder „Pack dir besser Regenhose und Gummistiefel ein, es regnet da nur“. Während ich hier bisher jedoch nur Sonnenschein mit  20-26 Grad und mir bereits einen Sonnenbrand eingefangen habe, bekam ich von zuhause Klagesbotschaften über Dauerregen und nasse Socken. Ich würde mal sagen, ich habe alles richtig gemacht! 😛

Dublin 2.0 _ Sonne

The Dublin Bucket List

Wie bereits erwähnt, bewege ich mich liebend gerne zu Fuß durch diese volle und verwinkelte Stadt. Ein Schrittziel von 10.000 Schritten am Tag? Pah, das erreiche ich mit links! Mit meinen täglich rund 17.000 Schritten Plus haben mich meine Füße zu gefühlt jedem Park südlich des Liffey getragen. Als mehr oder weniger „kleine“ Pausenorte, an denen man dem Lärm und dem Gewusel der Großstadt kurz entfliehen konnte, waren sie geradezu perfekt. Neben dem bereits erwähnten Ringsend Park bin ich auf meiner Tour durch die National Gallery über den Merrion Square gestolpert. Dort ist vor allem das Kriegsdenkmal am Eingang ein Hingucker: eine Glaspyramide, in der vier Statuen von Soldaten stehen und in der Mitte eine Fackel, die 24/7 brennt – irgendwie beeindruckend und leicht gruselig. Außerdem kam ich zwischendurch am Fitzwilliam Square, den Iveagh Gardens, dem St. Patrick’s Park und dem St. Stephen’s Green vorbei, der direkt am gleichnamigen Shopping Centre liegt. Natürlich darf der Phoenix Park, als einer der größten Stadtparks Europas (ohne Witz, der ist einfach riesig!!), nicht fehlen. Mit seiner schieren Größe von rund 8 km² gilt er als „grüne Lunge“ der Stadt und beherbergt u.a. viele Wildtiere, wie bspw. ein Damwild-Rudel. Tipp: Mietet euch zur Erkundung ein Fahrrad 😉

Dublin 2.0_4

Aber ich habe mir natürlich nicht nur Parks angeschaut 😀 Auf dem Weg entlang des Liffey hin zum Phoenix Park kam ich an der Guinness Brauerei vorbei. Natürlich konnte ich nicht anders – da musste ich einfach rein! Zack, wurde das Online-Ticket übers Handy gekauft (definitiv zu empfehlen, wenn man nicht lange anstehen möchte) und ab ins Guinness Storehouse. Dort wurde man erst einmal begrüßt und das Wort „Sláinte“ (Irisch für Prost) eingeübt. Und dann ging es los: auf sieben interaktiv gestalteten Etagen kann man nun alles rund um das berühmte Bier erfahren. Der Brauprozess, die Geschichte der Brauerei sowie die Entwicklung der Werbung wird auf den vielen Etagen dargestellt. Besondere Highlights: das Guinness-Tasting, bei dem man die richtige Art des Trinkens lernt (ja, Guinness zu trinken kann man lernen!), die Guinness Academy, sozusagen ein DIY-Workshop zum Zapfen sowie die Gravity Bar im 7. Stock, in der man sein Pint Guinness bei einer 360° Aussicht über Dublin genießen kann! (Funfact: anstelle von der üblichen Lounge-Musik wurde hier eine Girls Power Playlist angeschmissen, in der Britney Spears & Co. den Biergenuss versüßt haben 😀 )

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Zu meinem Pflichtprogramm gehörte in dieser Woche auf jeden Fall auch die Trinity College Library, in der das Book of Kells aufbewahrt wird (auch hier empfiehlt es sich, vorher Online-Tickets zu kaufen!). Zuerst geht man dort, nachdem man alle Nicht-Online-Ticket-Besitzer draußen stehen gelassen hat 😛 , durch die Ausstellung rund um bedeutende irische Manuskripte aus dem Mittelalter sowie dem Book of Kells, einem der wichtigsten kulturellen Schätze Irlands (auf jeden Fall interessant, aber für mich nicht der Hauptgrund, weshalb ich hier hingehen wollte). Umso atemberaubender war der darauf folgende „Long Room“, dem ca. 65 m langen Bibliothekssaal, der rund 200.000 Büchern beherbergt – einfach unglaublich! Definitiv ein Gänsehautmoment für alle, die Bücher mögen 🙂 Die Größe des Raumes und der Geruch nach alten Büchern sorgen auf jeden Fall für eine tolle Atmosphäre. Dazu trugen auch die aufgereihten Büsten von bekannten Wissenschaftlern und Philosophen (Socrates, Newton & Co.) bei, die an jeder Säule platziert waren. Man kann hier also einem Bekannten, sofern man bspw. im Lateinunterricht unter einem der Anwesenden leiden durfte, in die Augen sehen.

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Danach gab es erst einmal eine Stärkung: ein wahnsinnig leckerer Himbeer-Scone plus Cappuccino im Bewley’s Café – eine absolute Empfehlung! Auf meinem weiteren Weg bin ich dann an so einigen Kirchen vorbeigekommen, die definitiv zum interessanten Stadtbild und zur Kultur Dublins beitragen. Die bekanntesten, die auch in jedem Reiseführer stehen, wären da vor allem die St. Patrick’s Cathedral und die Christ Church Cathedral. Für Kircheninteressierte also auf jeden Fall ein schönes Ziel, da die beiden Kirchen sehr nahe beieinander liegen. Bei dem wundervollen Wetter reichte es mir jedoch, sie von außen zu bestaunen. Was ich jedoch unbedingt auch von innen betrachten wollte, waren die Pubs des bekannten Stadtteils Temple Bar! Für seine Pub-Kultur ist Irland bekannt, da kann ich mir das doch nicht entgehen lassen! 😉 Der Innenraum ist meist wie erwartet dunkel, mit mauscheligen Sitzecken und einer großen, farbenfrohen Bar. Wirklich begeistert hat mich dabei vor allem, dass eigentlich in jedem Pub Live-Musik gespielt wird. Meist junge Sänger und Musiker tragen so zur großartigen Atmosphäre bei, machen Stimmung und scherzen mit den Besuchern, sodass das Guinness gefühlt noch besser schmeckt. Hier ist also eine Menge los! Meine persönlichen Pub-Favoriten: The Quays, The Temple Bar und The Norseman 🙂

 Dublin 2.0_1

 

 

Ausblick auf den dritten und letzten Dublin-Beitrag…

Neben noch vielen tollen Ecken dieser vielfältigen Stadt habe ich mich auch aus Dublin rausgewagt: meine Reise ging nach Bray, südlich von Dublin, und nach Galway an der Westküste Irlands. Außerdem hat sich die Spontanität ausgezahlt: ich habe ein großartiges Last-Minute-Ticket für die Show Riverdance bekommen und durfte außerdem bei einem Irish Dance Abend selbst das Tanzbein schwingen! Aber eins nach dem anderen 😉

 

 

von Juliane
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