DIY – Ein Kiesbeet anlegen

Na, wie ist der Sommer bei euch so? Bei uns, oben im Norden, ist es relativ warm, aber auch ziemlich verregnet. Das hält mich aber nicht davon ab, die regenfreie Zeit zu nutzen um meinen neuen Garten zu verschönern. Dieses Mal war der Vorgarten dran.

Kiesbeet

Jetzt bin ich nicht so ein riesiger Freund von Gartenarbeit. Versteht mich nicht falsch. Ich erfreue mich an einem schönen Garten, wie jeder andere, ich möchte es nur ungern selbst machen. Und ich bin wirklich überrascht, wie viel Arbeit selbst mein Handtuch von einem Garten macht. Ich war also auf der Suche nach einem extrem pflegeleichten Vorgarten, der hübsch anzusehen ist. Pinterest to the rescue!

Der Obi-Beetplaner

Auf der Suche nach Inspiration bin ich über Pinterest auf den Beetplaner von Obi gestoßen. Sehr praktisch, vor allem wenn man so hat keine Ahnung hat, was man eigentlich pflanzen kann oder will. Zunächst müssen die groben Kenndaten zum Beet angegeben werden. Liegt das zukünftige Beet in der Sonne, im Schatten oder Halbschatten? Ist der Boden humoshaltig oder eher lehmig? Dabei sind auch Mehrfachnennungen möglich. Außerdem kann man noch die Form auswählen (z.B. rund oder ums Eck) und ob es evtl. auch ein Hochbeet werden soll. Dann gilt es die Gestaltung des Beets auszuwählen. Mann kann zwischen vier Möglichkeit wählen: Klassisch, Gräser/Kiesbeet, Reduziert und Sichtschutz.

Wenn man das alles geschafft hat, werden einem verschiedene fertige Gestaltungsvorschläge präsentiert. Wenn man vorher nicht gut genug eingegrenzt hat, dann werden jetzt zig verschiedene Varianten des immer bleiben gleichen Beets angezeigt. Ich kann daher nur empfehlen sich vorher für eine einzige Form zu entscheiden. Die Beete sind immer so aufgebaut, dass zwei Leitstauden mit zwei Begleitstauden und ggff. Bodendeckern kombiniert werden.

Obi-Beetplaner

Völlige Planungsfreiheit

Die angebotenen Beete sind farblich und in der Höhe aufeinander abgestimmt. Was ist jetzt aber, wenn ich eine Pflanze gar nicht mag? Das tolle an dem Beetplaner ist, das, wenn man sich für eine Variante entschieden hat, die einzelnen Pflanzen trotzdem fast völlig frei austauschbar sind. Aus einer vorgegeben Auswahl lassen sich die Pflanzen per Klick im Rahmen der App den eigenen Wünschen anpassen. Sehr praktisch!

Mein Kiesbeet

Ich habe mich dann für ein Kiesbeet entschieden. Vom Beetplaner habe ich mir dann den dazu passenden Pflanzplan zuschicken lassen. Es gibt natürlich nicht immer genau die angegebenen Pflanzen zu kaufen, aber diee eine Idee, was man zusammen pflanzen könnte, reicht es alle Mal. Ich bin dann in die Baumschule losgezogen und habe Funkien, Blauschwingel und Purpurglöckchen besorgt. Da mein Beet kleiner als die erstellte Variante ist, braucht ich auch entsprechend weniger Pflanzen. Außerdem benötigt man noch ein Unkrautvlies und passenden Kies. Wir haben uns für weißen Marmorkies entschieden.

Das Beet anlegen

Für das Anlegen des Beets zeige ich euch jetzt Bilder für die Seite gegenüber, die ich mir – total verrückt – einfach selbst, ohne den Beetplaner passende Pflanzen ausgesucht habe. Die Arbeitsschritte sind aber natürlich die gleichen.

Da das Beet am Ende ja mit Kies aufgefüllt wird, muss als erstes ein bisschen Erde ausgehoben werden. Ich empfehle so 2-3 cm ab der Oberkante. Das ist wichtig mehr als genug. Sonst benötigt man am Ende zu viel Kies. Der Boden sollte dann begradigt werden. Ich bin dazu in kleinen Tippelschritten über den Boden gelaufen und habe ihn so geplättet. Die Stellen an denen sich so kleine Hügel oder Löcher ergeben haben, habe ich dann per Hand bearbeitet. Das ging am Ende schneller. Bevor man jetzt übermütig beginnt die Pflanzen einzusetzen, darf man auf keinen Fall das Unkrautvlies vergessen. Zum Einen wird dadurch verhindert, dass sich der Kies mit der darunter liegenden Erde vermischt und außerdem kommt eben kein Unkraut durch. Das Vlies kann ruhig großzügig ausgelegt werden, im Zweifelsfall kann man die Kanten immer noch nach innen umschlagen. Ich habe diesen Ratschlag nicht berücksichtigt und jetzt darf ich in schöner Regelmäßigkeit an den Rändern Unkraut zupfen…

Kiesbeet-Anleitung

Nachdem ich das Vlies ausgelegt hatte, habe ich erstmal die Pflanzen hingestellt um zu schauen, wie die Pflanzabstände hinkommen. Dann habe ich  das Vlies kreuzförmig eingeschnitten und es zurück gefaltet und ein Loch für die jeweilige Pflanze gegraben. Jetzt musste ich nur noch die Pflanzen einsetzen. Wenn einem dabei so viel Erde auf das Vlies fällt wie mir, empfiehlt es sich die Erde vorher wieder zusammen zu kehren. Danach ging es auch schon an den letzten Schritt: den Kies aufschütten. Einfach drauf aufs Beet und gleichmäßig verteilen. Aus irgendeinem Grund sind Steine und Kies immer nass. Wenn man dann wie ich gerne mit den Händen arbeitet, sieht man danach ziemlich weiß aus :-). Am Kies klebt ziemlich viel Steinmehl, deswegen sollte man es möglichst vermeiden auf den Kies zu treten. Die Sohlen sind sofort kalkweiß und man hinterlässt überall weiße Abdrücke. Unschön! Wenn es ein paar Mal kräftig geregnet hat (wie in diesem Sommer öfter mal), dann wird das aber mit der Zeit immer weniger.

Mittlerweile blüht mein Beet sogar schon! Erzählt mal, wie habt ihr eure Vorgärten oder Balkone gestaltet?

 

 

von Claudia

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